Freitag

Ich hab dann mal mein dopplr-Profil upgedatet, denn irgendwie ist doch schon ein bisschen was an Reisen geplant, unter anderem der Trip Montag zu Landeswelle Thüringen, wo ich einen Workshop gebe.
Außerdem habe ich endlich rausgefunden, warum ich im neuen Garageband meine Gitarre nicht hören konnte. Bzw. wo man “Monitor ein” umschalten kann. (Doppelklick auf den Amp…).
Schließlich habe ich noch die Hälfte meiner FriendFeed-Freunde rausgeschmissen, ebenso ein paar Twitter-Freunde, um dort wieder näher an die 1000-Leute-Marke zu kommen. Ersteres, weil ich die neue Beta gern vernünftig testen möchte, mit möglichst viel Wert, zweiteres weiß ich auch nicht recht warum. Also bitte nicht böse sein, wenn es euch getroffen hat.

Beim Social Media Camp hat sich noch nicht so viel getan wie ich gehofft hätte, aber ich mach selbst genau nix dafür, also werde ich meine Klappe halten.

Erwähnte ich schon, dass der Speaking English Podcast etwas redesignt wurde und jetzt sogar sinnvolle Kategorien hat? Noch nicht auf alle 112 Folgen, aber das braucht schon etwas Zeit.

Hier auch noch mal der Hinweis auf die neue Seite meiner Frau, jeder Link ist willkommen: christianefroehlich.de

Schönes Wochenende!

PRler, Twitter, Social Media Camp: to be or not to be

Sachar hatte zuerst den Anstoss zu einem Social Media Camp gegeben, dann ging es in eine mixxt-Gruppe, gestern hat er nachgehakt, “was geht?”

Gute Frage, dazu ein kleiner Exkurs, der mir schon seit längerem auf der Seele liegt.

Als ich damals, inspiriert von Steve Rubel, mit dem Bloggen anfing, ging es darum, sich mit dem Medium zu beschäftigen, auszuprobieren. Es könnte ja mal einer unserer Kunden danach fragen, und dann muss man mehr wissen, als in Büchern steht. Gesagt, getan, obwohl das viel Arbeit warist. Mit ehemals 4 Blogs und Nutzerkonten bei jedem Service, der nicht bei drei auf den Bäumen ist, mache ich mir es natürlich auch nicht leicht. Dennoch glaube ich inzwischen zu wissen, wie man einige Dinge/Ziele erfolgreich mit Social Media-Tools umsetzen/erreichen kann. Work in progress.

Als die Frage nach Corporate Blogs richtig heiß diskutiert wurde gab es auch schon viele “Experten”, viele davon hatten auch ein entsprechendes Blog. Die einhellige Meinung war, das Corporate Blogs das richtige Tool sein können, aber viel Zeit kosten.
Warum ist Twitter besonders unter “Experten” so beliebt? Logisch, weil die Einstiegshürde gefühlte 100 Meter unterm Bloggen liegt. Und man sich viel leichter posititionieren kann, durch schlaue Regeln, Links und Statistiken, dass man x-mal regetweeted wurde. Erklärt das mal meinem Vater und ihr bekommt ein Bild davon, wie klein dafür Zielgruppe ist. Und wie viele Blue-Chip Firmen in Deutschland, die man als potentielle Kunden zählt, suchen ihren “SM-Berater” (Jens Best) schon auf Twitter? Das geht anders und eigentlich wissen das alle. Da wird die Agentur angerufen, “wir brauchen da jetzt auch mal eine Twitter-Strategie, macht das mal”. Twitter als New-Business-Tool funktioniert für die wenigsten. Und für viele ist das einfach das, als was es im ersten Use-Case gedacht war: Ein Weg mit Freunden in Kontakt zu bleiben.

Zurück zu Sachars Post. Ich persönlich empfinde nichts darin als kontrovers, sondern im Endeffekt richtig beobachtet. Allerdings sind die Wege zu den Beobachtungen meines Erachtens etwas anders:
Diejenigen, die Social Media wirklich beherrschen, haben keine Zeit. Nach meinen Erfahrungen geben sie immer gern Auskunft über das wie und warum – ihre Leistung, die sie sich bezahlen lassen und weswegen sie keine Zeit haben, nebenbei ein Camp zu organisieren, ist die Wandlung von Unternehmensinteressen in eine Strategie. Umsetzen können viele, die vorangehende Transferleistung erbringen nicht. Das ist so wie damals im Geschichtsunterricht, wo ein Lehrer sagte, das Buch mit den Jahreszahlen könnt ihr mit in die Klausur nehmen, auswendig lernen ist keine Leistung.

Dann gibt es die “Experten”, die immer gern mitdiskutieren, aber vor allem eins tun, nämlich nachplappern, was Steve Rubel macht, nachmachen, was C.C. Chapman macht und dabei wenig neues schaffen. Viele aus dieser Gruppe haben den Begriff Share Economy noch nicht verstanden, dass dies auch etwas mit Geben zu tun hat. Sie sind diejenigen die in die Color Line Arena zum Eishockey gehen und pfeifen, wenn 3 Minuten ihrer Meinung nach nichts passiert, weil sie Tore oder Kämpfe sehen wollen, aber die Feinheiten des Spiels nicht verstehen. Sie wollen berieselt werden und ab und zu zu verstehen geben, dass sie auch noch da sind.

Dann gibt es die unter uns, die sich beruflich zwar damit beschäftigen, für die das aber nicht Prio 1 hat. Denn das einfachste für das geplante Camp wäre doch zu sagen, Sachar (im Namen von roccatune) oder Oliver (im Namen von 13.Stock) oder auch ich (im Namen von WBN) sagen, jo, ich mach das. Aus irgendeinem Grund ist das aber noch nicht passiert. Vermutlich, weil wir gerade andere Dinge auf dem Zettel haben, oder der Wunsch einem Camp nicht so groß ist, wie die Reiseplanung zur re-publica oder das Akquirieren von Neukunden oder das Ausarbeiten einer Idee, die mehr ROI bieten, als ein weiterer Netzwerktermin.

Anmerkungen: Ich denke, dass die weitere Diskussion über Blogs geschehen sollte, weil bei den 100 Interessierten rivva mehr wiegt als mixxt. Ich denke, wir sollten bei der re-publica nächste Woche unbedingt sprechen. Mein Vorschlag wäre erstmal DienstagDonnerstag Mittagspause, dann für MittwochFreitag noch eine halbe Stunde.(Scheinbar gibt es schon einen Termin, da werde ich mal rausfinden, wann der ist…mir sagt ja keiner was, ;-)). Und ich könnte mir auch gut vorstellen, das ganze virtuell stattfinden zu lassen. Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere an die beiden Global PR Blog Wochen, organisiert von Constantin Basturea. Das hat auch funktioniert.