Beratung in der Mittagspause am Freitag, 11.45 Uhr

Der schönen Idee, Kommunikationsberatung in der Mittagspause, fehlt bisher der Termin.
Freitag, 11.45 Uhr, immer noch am Mühlenkamp.
Ich sage mal Limon, aber wenn sich außer Jan noch jemand anmeldet, muss eventuell der Ort gewechselt werden. Ich habe um 13 Uhr einen Anschlusstermin, nur damit ihr Bescheid wisst.
Also, einfach kommen, gern aber per Email vorher anmelden.

Kommunikation für Start-Ups in der Mittagspause

Zeit für berufliche Veränderung, Zeit mal durchzustarten, neue Dinge auszuprobieren. Zum ersten Punkt werde ich demnächst bestimmt noch mehr schreiben, um den dritten soll es hier gehen.

Voraussichtlich am kommenden Freitag werde ich zum ersten Mal meine Mittagspause öffentlich irgendwo am Mühlenkamp verbringen, und Start-Ups, die Kommunikationsfragen haben, oder ein paar Ideen diskutieren wollen, sind herzlich eingeladen, mir Gesellschaft zu leisten.

Häh? Entstanden ist die Idee durch Mittagspausen mit den Freunden von Sixgroups. Wir saßen bei Limon und haben über PR- und Werbe-Ideen diskutiert. Das hat mir Spaß gemacht und ich denke, auch andere Start-Ups können gut mal einen Sparringspartner aus der Kommunikationsbranche brauchen, um ein paar Ideen durchzusprechen oder gemeinsam zu brainstormen.

Klar, aber die Kosten? Die Anwesenden zahlen mein Essen, fertig. Beim letzten Mal hatte ich eine Currywurst und Cola Light (mit Cola Light ist immer zu rechnen). Und ich hoffe, das jedem klar ist, dass hier keine fertigen Kommunikationskonzepte erarbeitet werden. Es geht um gegenseitigen Gedankenaustausch – wobei ich auch gern meine Meinung zum Produkt selbst sage, das ist Teil der Kommunikation. Sollte irgendwann größerer Bedarf bestehen, stehe ich natürlich gern zur Verfügung.

Aha, also steckt doch was dahinter? Alles kann, nichts muss. Im ersten Schritt freue ich mich darauf, neue Kontakte zu knüpfen, mit netten Menschen Mittag zu essen, und über das zu sprechen, was mich bewegt, nämlich Kommunikation und das Internet. Sollte sich später einmal ein konkreter PR- oder Werbe-Agentur-Bedarf ergeben, wird WBN gern ein Angebot abgeben, aber ebenso gern andere Kollegen empfehlen, wenn diese für den Job besser geeignet sind.

Wer Interesse und am Freitag Zeit hat, bitte eine Email an keil ät wbn-hamburg punkt de schreiben. Und wer findet, dass das eine nette Idee ist, bitte weitersagen.

Podcast #3: Die Marketing/Kommunikations-Runde

Da war doch was. Was hört der Junge so an Podcasts?
Ja. Schon ewig lang höre ich For Immediate Release, Across the Sound, Managing the Gray, Six Pixels of Separation und natürlich den Blick über den Tellerrand.
Diese Gruppe stammt noch aus einer Zeit, als Social Media noch nicht in aller Munde war und die professionelle Auseinandersetzung mit diesen Themen eher wage formuliert wurde.
Alex Wunschels wöchtenlicher Blick ist dabei das einzig deutsche Programm. Er war von Anfang an mit dabei und profitiert inzwischen massiv davon, wird viel als Berater und Vortragender gebucht. Wie nur wenige haben die Sendungen des “Podpimps” ihren ganz eigenen Charakter, seien es die Playboy-Bunnie-Anekdoten, die bayerische Färbung oder die Anmoderationen von Nichte Lara. Wer das wichtigste aus der Blogosphäre aus deutscher Marketingsicht sucht, ist hier richtig.
For Immediate Release schaff ich inzwischen nicht mehr jede Folge, zweimal wöchentlich wurde seit Juniors Geburt einfach zuviel. Trotzdem, immer wieder eine Freude, diesen beiden erfahrenen Kommunikationsexperten zu zu hören. Fokus ist dabei insbesondere auf Corporate Communications.
Bei Across the Sound war ursprünglich auch Steve Rubel mit am Start, der hat nach ein paar Folgen aber wieder aufgehört. Gastgeber Joseph Jaffe hält was er mit seinem Titel “Chief Interruptor” verspricht. Manchmal etwas über das Ziel hinaus, oft nicht ohne Eigeninteresse, hat er doch oft einen frischen Blick auf aktuelle Marketingthemen. Manchmal etwas zu selbstverliebt.
C.C. Chapmans Managing the Gray ist sehr energiegeladen, kurz genug und doch immer frisch und voller Einblicke. Viele der Taktiken, die ich anwende, habe ich mir bei C.C. abgeschaut. Außerdem haben wir einen ähnlichen Musikgeschmack.
Six Pixels of Separation ist von Mitch Joel, Inhaber einer Internet Agentur, gastgegeben. Themen sind etwas mehr auf Online Marketing und Online Relations bezogen. Mitch interessiert sich sehr für messbares und das Erreichen bestimmter Ziele, gleichzeitig ist er wie die Gastgeber von For Immediate Release nicht so freizügig mit Privatem: Hier geht es um das Geschäftliche.

In der Podcast-Reihe bisher:
Podcast #2 – Die eigenen
Podcast #1 – Winelibrary.tv

Wenn Politiker anfangen zu twittern.

Thomas Knüwer, Nico Lumma, Frank Helmschrott, Wolfgang Lünenbürger, und viele andere haben sich schon zum twitternden Hubertus Heil und den kritischen Kommentaren der Süddeutschen und des Spiegels geäußert.

Insbesondere der Artikel auf Süddeutsche.de hat so wenig Substanz, das sehr deutlich wird, was meines Erachtens passiert. Den klassischen Medien geht es eigentlich gar nicht darum, dass Hubertus Heil auf Twitter sozusagen die Krawatte ablegt und zeigt, dass auch Politiker Menschen sind bzw. ottonormalo Züge haben. (Und nebenbei, was ist so schlimm daran, dass Hr. Heil Züge in Obama entdeckt, die er nachahmenswert findet?)
Vielmehr ist es ein Aufschrei der Angst, demnächst ein weiteres (vielleicht das letzte) Hoheitsgebiet zu verlieren, auf dem man noch Gatekeeper-Funktion hatte. Ob Sport, Mode oder Kultur – für die Nachrichtenübermittlung bedarf es eigentlich keiner Nachrichtenredaktion mehr um die Inhalte zu den Interessenten zu transportieren, inzwischen können die Unternehmen/Personen dies direkt tun, oder die Verbraucher wenden sich an Multiplikatoren, denen sie vertrauen.
In der Politik ist dies bisher nicht so, da gibt es die Audienzen mit der Kanzlerin, Bundespressekonferenzen etc. und du und ich lesen hinterher das, was die Zeitung für richtigwichtig hält. Aus diesem Grund existieren z.B. FAZ, SZ und taz nebenher, weil du und ich dort die Färbung al gusto dort finden. Wenn Politiker jetzt anfingen, direkt zu kommunizieren, dann würde die Macht dieser letzten Bastion kleiner werden. Nicht verschwinden, natürlich nicht. Aber limitiert, insbesondere wenn Politiker sich verteidigen würden, nach dem Motto “das Bild zur Meldung in der Bild wurde in Rom gemacht, nicht in Venedig. Reine Meinungsmache”.

Einige Leute werden es nie lernen.

Gerade kam ein Newsletter rein, von einem Mitglied der neuen Ich-lach-über-Hr.-Thöne-Liste. Der Werbung für sein Unternehmen macht. Da hab ich gleich mal geantwortet:

Lieber Herr Wagner,

sie schreiben so schön vom 18. Juli, dass sich Herr Thöne da ins Knie geschossen habe.
Wir schreiben den 31. Juli, und Sie schießen sich ins Knie – oder besser gesagt in beide. Kennen Sie das Buch Permission Marketing von Seth Godin? Sollten Sie mal lesen. Sie haben nämlich keineswegs Erlaubnis, Ihren Newsletter zu schicken. Ich habe niemals Interesse an Ihren Dienstleistungen bekundet. Ganz dünnes Eis meines Erachtens, nur schlechte Laune auslösend!

Gruß
Sebastian Keil

Solche Dinge muss man gleich von der Seele haben, sonst wird der Tag blöd 😉