Bloggen auf Medium: Wie kommt man ran, was ist anders und warum überhaupt

Ich habe vor kurzem das erste Mal einen Artikel auf Medium.com geschrieben, der sich mit dem Thema “Warum mache ich eigentlich Musik” beschäftigte und darin beantwortet, warum ich den ganzen Aufwand betreibe. Und ein paar Tage später habe ich dann noch einen Text auf Medium geschrieben, diesmal über die Tatsache, dass ich unter anderem im Kopf üben kann. True Story. Der erste wurde mehr gelesen als der zweite, war auch besser geschrieben. Neben Feedback auf die Artikel bekam ich aber vor allem Fragen zu der Plattform Medium. Wie ist das so, und wie komme ich daran? Kurz und knapp: Cool und hier.
Warum ist es cool?
Schreiben ist ganz einfach. WYSIWYG. Der Eingabescreen ist sehr reduziert und man konzentriert sich wie von selbst auf das Schreiben. Hinzukommen die einfachen Tools zum Formatieren, einmal hier schön zusammen gefasst. Gute Kontextmenüs, eine Freude für UX-Spezis (meine Meinung). Dann das Thema Notes/Kommentare. Auf Medium.com ‘wohnen’ Kommentare nicht unter dem Text sondern daneben, quasi wie “Kommentare” (hier der Medium-Text zu Kommentaren und Notizen).Darüber hinaus kann man entweder den ganzen Absatz kommentieren oder einzelne Worte. Man kann die auch Twittern. Das sieht so aus:

Bildschirmfoto 2013-06-06 um 01.27.26 Noch hat bei den beiden oben genannten Texten niemand kommentiert, daher konnte ich die “gethreadeten” Kommentare noch nicht selbst richtig testen, aber die Idee finde ich klasse.

 
Warum darf ich da schreiben? In irgendeinem Interview mit Biz Stone über Medium gab es den Link zu der Sign-Up-Seite und als anständiger Web 2.0 Jünger habe ich da natürlich sofort meine Emailadresse eingetragen. Und irgendwann kam dann die Einladung zum Schreiben. Der Login mit Twitter-Credentials ist aufgrund der Gründer-Historie logisch und hat gleichzeitig den Effekt, dass man seinen Lieblingsautor schnell findet.
(also bitte gleich http://medium.com/@sebastiankeil bookmarken, da wird noch mehr zum Thema Musik kommen 😉 )

Also. Ausprobieren. Ich glaube, dass das Spaß machen kann, insbesondere, weil Leser die Möglichkeit haben, den Text anderen Kategorien zuzuordnen als der Autor und sich auch eigene Kollektionen zusammen stellen können.  Diese Kollektionen sorgen für zusätzliche Distribution, quasi wie ein Webring, und bieten gleichzeitig einen guten Blick über den Tellerrand. Sehr spannend.