Online-Shopping und die Erwartungshaltung

Seit knapp zwei Jahren sind wir Amazon Prime Kunden und ich kann alle Studien bestätigen: Mit Sicherheit haben wir durch 24 Stunden-Versand und keine Versandkosten mehr Umsatz beschert.

Während Amazon also profitiert, müssen andere büßen. Jüngste Beispiele sind bei mir die Telekom und der Hersteller des Jawbone Up. Bei beiden habe ich vor Wochen eine Order platziert, nur um zu sehen, wie Kollegen einfach in den Apple Store gehen, um sich die betreffenden Produkte zu kaufen. Insbesondere weil ich Amazons 24-Stundenservice gewöhnt bin, finde ich längere Lieferzeiten eher lästig. Wenn dann aber “klassische” Geschäfte das Produkt bieten, von dem mir der Online-Lieferant sagt, dass es nicht verfügbar sei, werde ich grantig. “Juhu, ich hab das neue Jawbone Up im Büro, wer gucken will einfach vorbeikommen.” Pfft. Wozu bestelle ich das denn dann?

Was ist aus diesem Zustand zu lernen? Liegt es am Marktgewicht von Apple, dass die Produkte gerade dort zuerst “offline” verfügbar sind? Sind es Einzelfälle? Fehler in der Supply-Chain? Und, nicht unwichtig, fühlen andere Einkäufer wie ich? Ist das vielleicht auch eine neue Art von Beschwerdefall, die wir in Zukunft häufiger sehen werden? Welche Firmen haben das schon auf dem Schirm? Fragen über Fragen…