Bahncard-Werbung: Da hat wohl jemand das Produkt nicht verstanden

Was ist falsch an diesem Bild? (Spot)

Seit 20 Jahren unverändert. Das ist ja eine tolle Idee. Die Fotos, weil auf jeder Bahncard ein Foto ist. So kann man sehen, wie die Bahncard-Inhaber gealtert sind.
Echt blöd nur, dass es die 20-Jahre-alten Bahncards gar nicht gibt da Kinder bis 14 Jahren umsonst fahren und demzufolge gar keine Bahncard brauchen.

Die Bahn twittert also

Seit heute gibt es einen Service-Kanal der Deutschen Bahn auf Twitter, @db_bahn. Das ist per se einfach gut, weil das Unternehmen so Erfahrungen sammelt, aus denen im Idealfall Erkenntnisse gezogen werden können. Mindestens aus Kommunikationssicht, vielleicht aber auch aus Produktsicht. Kommentare dazu gibt es viele, weil es rivva wieder gibt seien hier auch einige interessante Artikel noch mal verlinkt: Basic Thinking, kress, Olaf Kolbrück, Wolfgang Lünenbürger, avatter und Christian Bölling.

Zu den letzten beiden Links etwas mehr.
Bei Andre Vatter wird deutlich, dass die Bahn hier aus kommunikationssicht gut beraten wurde. Mitarbeiter wurden nach besonderen/besonnenen Kriterien ausgewählt, ausführlich geschult und haben einen Praxistest durchlaufen. Der erste Blick auf das Ergebnis zeigt entspannte Stimmung. Man muss im Hinterkopf behalten, was das Team inhaltlich leisten kann, vor allem als Nutzer: Die können den Zug nicht schneller, pünktlich oder weniger warm machen.
(Allerdings frage ich mich, warum überall 12-köpfiges Team steht, man aber nur 8 Gesichter sieht (Erklärung von den Bahnern hier, vielen Dank!) und warum bei mindestens zweien der Bilder die Qualität eher nach 60dpi aussieht…)

Bei der Zahlenanalyse von Christian frage ich mich, ob man den Wechsel aus der Agentur ins Unternehmen sieht… Eine reine Rechnung nach der Anzahl der erreichten Kontakte und Schlussfolgerung auf ROI ist irreführend und sagt meines Erachtens nichts über den Erfolg des Projektes aus. Es gibt (hoffentlich) Ziele. Die gilt es zu erreichen, nicht eine Mindestanzahl von Kontakten, eine ähnliche Diskussion gab es ja auch schon bei der Ticketaktion.

Meine Hoffnung ist, dass dies ein zaghafter Schritt in die Öffnung des Unternehmens ist. Und dass die Öffentlichkeit bald darüber informiert wird, was man gegen die Missstände im Bereich Produkt unternimmt.