Online-Shopping und die Erwartungshaltung

Seit knapp zwei Jahren sind wir Amazon Prime Kunden und ich kann alle Studien bestätigen: Mit Sicherheit haben wir durch 24 Stunden-Versand und keine Versandkosten mehr Umsatz beschert.

Während Amazon also profitiert, müssen andere büßen. Jüngste Beispiele sind bei mir die Telekom und der Hersteller des Jawbone Up. Bei beiden habe ich vor Wochen eine Order platziert, nur um zu sehen, wie Kollegen einfach in den Apple Store gehen, um sich die betreffenden Produkte zu kaufen. Insbesondere weil ich Amazons 24-Stundenservice gewöhnt bin, finde ich längere Lieferzeiten eher lästig. Wenn dann aber “klassische” Geschäfte das Produkt bieten, von dem mir der Online-Lieferant sagt, dass es nicht verfügbar sei, werde ich grantig. “Juhu, ich hab das neue Jawbone Up im Büro, wer gucken will einfach vorbeikommen.” Pfft. Wozu bestelle ich das denn dann?

Was ist aus diesem Zustand zu lernen? Liegt es am Marktgewicht von Apple, dass die Produkte gerade dort zuerst “offline” verfügbar sind? Sind es Einzelfälle? Fehler in der Supply-Chain? Und, nicht unwichtig, fühlen andere Einkäufer wie ich? Ist das vielleicht auch eine neue Art von Beschwerdefall, die wir in Zukunft häufiger sehen werden? Welche Firmen haben das schon auf dem Schirm? Fragen über Fragen…

6 Nov 2011, 3:35pm
Tech
by Sebastian

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  • DAU am Werk oder Schuld der Entwickler?

    Man schüttelt den Kopf und fragt sich. Seit 10 Monaten oder so haben wir so eine kleine HDMI-Verstärkerbox vor dem 10m-Kabel das durch die Decke zum Beamer führt. Und trotzdem spackt oftmals das Signal, woran kanns liegen?
    Heute wollte ich endlich ein Netzteil für die Verstärkerbox bestellen – eigentlich hieß es, die braucht keinen externen Strom, aber irgendwas funktioniert ja hier nicht, da muss man mögliche Fehlerquellen eliminieren.
    Dabei habe ich nochmal einen genaueren Blick auf die Box geworfen und mich wie schon bei der Installation gefragt, wofür wohl das kleine “EQ”-Potentiometer gut ist. Soll das Audiosignal getrennt bearbeitet werden? Weil, ich kenn mich doch aus mit EQ: In Zeiten des HiFi-Turms hatte ich eine externe EQ-Einheit. Mein Gitarrensignal wird durch EQ moduliert. Ich habe eine ungefähre Vorstellung davon, wie sich Klänge verändern, wenn man eine bestimmte Frequenz verstärkt oder absenkt. Aber EQ beim TV-Signal?
    Aber Moment denke ich – ein Verstärker verstärkt, könnte dies eventuell ein Level-Poti sein? Kann ich damit die Verstärkungsleistung erhöhen? Ich drehe das Ding mal auf “3″ und siehe da – das Signal ist sofort besser. Ich fass mir an den Kopf über meine eigene Blödheit, will gleichzeitig reflexhaft die Ingenieure schelten.
    Ist “EQ” die richtige Beschriftung, die einfachste? Oder ist mein Problem so speziell dass es nur HiFidelisten kennen? Und warum geht der Regler von 0-6? Habe ich Nachteile davon, das Ding bis 6 hoch zu drehen? Wenn ja, warum geht das Rad so weit? Wenn nein, warum nicht einfach nur ein 0/1-Schalter? Man, man, man, das Lämpchen leuchtetet, da gehe ich doch davon aus, dass alles ok ist. Muss ich etwa für ein Gerät, dass nur eine Funktion hat, keine Fernbedienung, nur zwei Kabeleingänge die alle belegt werden müssen die Bedienungsanleitung lesen? So ein Ärger.

     

    Wenn Visionen keine sind

    Ich bin etwas hinterher, das Microsoft Office Vision Video ist schon knapp eine Woche her und wurde von Nico schon kommentiert.

    Ich erinnere mich immer gern an das nun bestimmt 4 Jahre alte Video bei dem Gates zeigte, wie wir “in Zukunft” Content konsumieren und das nahtlos aus dem Auto mit ins Haus nehmen können und wieder zurück. Wer hat das inzwischen erfunden? Apple.
    Wenn ich mir das “neue” Video von Microsoft anschaue, dann sehe ich schöne Interfaces und Devices und wie sie verwoben sind. Aber: Vision ist anders.
    Content vom mobilen Device auf einen Fernseher projizieren? Liefert Apple TV/Airplay.
    Die Sachen auf der Scheckkarte sehen toll aus, aber das könnte das iPhone auch. Push-Nachrichten an den Bellhop? Sicher eine gute Idee, aber bestimmt seit zwei Jahren realisierbar.
    Spannend die Möglichkeit, direkt Oberflächen in anderen Orten zu manipulieren (Kitchen-Wall).
    Zusammen an Präsentationen arbeiten? Interessant sind hier neben den Monitoren vor allem die Einbindung von APIs und somit Echtzeitdatenmanipulation mit physischen Konsequenzen, die dann visuell aufbereitet werden. Da kommen wir dann langsam in den Bereich wo Computer tatsächlich sinnvoll unterstützen weil sie quasi um die Ecke denken und nicht nur lange Excel-Charts schneller addieren als Menschen.
    Spannend am mobilen OS ist die Tatsache, dass die separaten Apps nicht mehr als solche erkennbar sind, aber auch hier ist der Nachrichten-Screen z.B. im neuen iOS5 ein Schritt in die richtige Richtung.

    Lange Rede: Für mich geht die Vision nicht weit genug. Ich will nicht nur Science-Fiction, aber ich möchte gern mehr Alltagstauglichkeit. Das Rezept für den Kuchen ist schon gut, aber warum dann nicht gleich die Verknüpfung mit den Inhalten des Kühlschranks – sind alle Zutaten vorhanden? Wie interagieren wir aus unterschiedlichen Zimmern mit dem TV? Warum ist Kinect hier nicht integriert?

    Schöner Film, aber nur die halbe Wahrheit. Hoffentlich schafft Microsoft es diesmal, auch einige Punkte selbst umzusetzen…

    21 Oct 2011, 10:35am
    Personal
    by Sebastian

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  • Status Quo

    Wenn ich morgens die Mails von Abe lese, dann kann ich zurzeit nachleben, wie wir vor genau einem Jahr Schlüsselübergabe, IKEA-Einkäufe und Tripps zwischen der alten und der neuen Wohnung gemacht haben.1 Kommende Woche werden wir umgezogen sein ;-)

    Beim Lesen kann ich mir klar machen, wie sehr sich das private Leben verbessert hat, in diesem Jahr. Obwohl ich zur Halbzeit auch den Job gewechselt habe, in eine große Agentur. Meine Meinung zur Work-Life-Balance ist den Lesern dieses Blogs ja bekannt, und es freut mich, dass in unserer Branche mehr und mehr ähnliche Stimmen laut werden. Kreativität ist ohne Innehalten nicht nachhaltig, Anfang der Woche rief Hubertus von Lobenstein auf, einen Schritt zurück zu treten, um den eigenen Status Quo zu hinterfragen.

    Zur Gründung des The Third Club schrieb Tapio Liller einen langen und sehr guten Artikel in seinem Blog, der in die gleiche Kerbe schlägt. Wir sind letztlich unseres eigenen Glückes Schmied, wir können entscheiden, ob wir der Hamster im Rad sein wollen, oder zu Bedingungen arbeiten, die unserem Wunsch entsprechen. Entweder man geht den Solo-Weg oder sucht sich Arbeitgeber, die dies unterstützen (ohne Zweifel zahlen Mirko Kaminskis Videos für Achtung! auf den Preferred Employer Index ein).

    Möglicherweise lässt das Interesse, bis 21 Uhr in der Agentur zu sitzen auch bei den Kollegen irgendwann nach, die nicht Eltern sind. Bei mir war das jedoch ein entscheidender Punkt. Und vielleicht macht diese plötzlich allgegenwärtige Verwundbarkeit, die das Elternsein mit sich bringt, anfällig, aber in der vergangenen Woche gab es mehrfach Anlass, innezuhalten, und sich zu vergegenwärtigen, warum man “das alles” macht. Geschichten wie das kleine chinesische Mädchen, dass auf überfahren und liegen gelassen worden ist, oder der brutale Überall auf Stephan Hampe stimmen mich sehr nachdenklich.

    “Lebe jeden Tag als wäre es Dein letzter” ist für meinen Geschmack etwas zu pathetisch, doch man sollte ich fragen, ob die Highlights (schöner Abend mit dem Partner, Kinderlachen, gelungene berufliche Meilensteine, befreites Musizieren) in angemessenem Verhältnis zu, nun ja, den ‘anderen’ Tagen stehen. Die Kunst besteht meines Erachtens, nicht nur einmal im Jahr in sich reinzuhorchen, einmal im Jahr die Vogelperspektive einzunehmen, sondern regelmäßig.

    1. Schön wie ein vermeintlicher einfacher Service emotionalen Mehrwert liefert. []
    18 Oct 2011, 10:57am
    English Tech
    by Sebastian

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  • Are Apple TV-related iTunes Store sales growing?

    Josh Lowensohn has five things to look for in tomorrow’s Apple earnings report. The question that peeks my curiosity is whether the recent pricing change in the TV series section of Apple TV-related sales in the Store is noticeable or not. Well, I guess for starters they would have to report that particular piece of the pie as a separate income-stream.

    The point is though, that 50$ worth of credit gets you only a third of the way after the recent change from rentals to “buy-only”. What was 0.99$ is now 2.99$, a 3-4$ evening becomes 9-12$. I would guess that – if you still want to watch ‘your’ shows this leads to an increase in spending but I would like to see this notion confirmed. Although I actually would like to see that spending has decreased, maybe leading to TV studio execs relenting to go back to the old model – I just can’t afford the 10$-nights that often…

    18 Oct 2011, 10:39am
    Kommunikation
    by Sebastian

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  • Verrückte Welt

    Mein Frau und ich hatten heute Vormittag Einiges zu koordinieren. Ihr ist das vielleicht nicht aufgefallen, aber der Verlauf ist es Wert, darüber zu sprechenschreiben.
    Es begann mit zwei Emails, dann zwei Twitter-DMs, eine Email, Ordner-Freigabe für die Dropbox, eine Email und ein Austausch auf What’s App.

    Was haben wir nur früher gemacht?