Akademiker und Singles

Am Wochenende habe ich mal etwas in der Brigitte meiner Frau geblättert, Dating-Plattformen im Test. Also, Ergebnisse, nicht Usability. Da viel mir ein, dass ich vor einiger Zeit einen netten Screenshot einer ElitePartner-Anzeige gemacht hatte:

elitepartner
ElitePartner hat also zwei Zielgruppen, zum einen Singles, zum anderen Akademiker allen Standes (auch verheiratet). Oder könnte man sogar so weit gehen, dass die Akademiker noch nicht mal Niveau haben müssen?

Epetition in der Tagesschau – als die Kamera aus war…

Mir geht es ähnlich wie dem Popkulturjunkie nachdem ich den Ausschnitt in der Tagesschau gesehen habe.

Man muss sich wirklich fragen, was hier passiert. Vielleicht tun wir alle ja Hr. zu Guttenberg auch unrecht, vielleicht ist er gar nicht so und er hat nur schlechte Berater. Aber dieser Kommentar hat es faustdick in sich. Zum Glück können andere besser Gedanken in Worte fassen, so zum Beispiel auch Don Dahlmann und Tapio.

Ergo mach ich das, was ich besser kann, meiner Verzweiflung freien Lauf lassen: Hier kommen die zwei Minuten, die in der Tagesschau nicht gezeigt wurden:

Und in der Tat ist die Petition noch bis zum 16.6. offen – wäre es nicht cool, wenn bis dahin 100.000 Stimmen oder noch mehr zusammen kämen? Vielleicht geschehe dann ja doch mal ein Wunder und Markus oder Don oder Franziska werden mal zu Kerner eingeladen. Mmh, aber der lässt einen auch nicht ausreden…

Hier noch, der Convenience halber, das herausragende Lego-Video:

Mehr Berichte zum Thema auf rivva.

Grober Unfug am Journalismus und Klimawandel

Update: Anselm Waldermann und ich stehen im Email-Dialog

Tief durch atmen, ich muss ruhig bleiben. Selten habe ich auf Spiegel Online eine derart bildzeitungsmäßige Argumentationskette gelesen, ein hoch auf den Qualitätsjournalismus.
Unter der Überschrift “Windräder bringen nichts für CO2-Ziel” schreibt Anselm Waldermann, “neue Windräder oder Solarzellen sparen kein einziges Gramm CO2 ein.
Puh. Populismus par Excellence und eine Glanzleistung zu dieser Aussage zu kommen. Weil die Gesamtmenge an CO2, die ausgestoßen werden darf, unveränderlich ist, “bringen Windräder nichts.”
Herr Waldermann vermischt hier Äpfel mit Birnen und freut sich über das Ergebenis, ist ja auch lecker, so ein Obstkuchen.

Die Gesamtmenge an zugelassenem CO2 und der Emissisionshandel ist in der Tat ein Problem, da liegt aber auch der Haken. Der Emmisionshandel muss neu regelt werden, damit nicht benötigte Zertifikate nicht für Profit weiter verkauft werden können.
Zu sagen, dass Solarmodule und Windräder kein CO2 einsparen ist schlicht weg falsch, denn natürlich sparen diese Arten der Stromerzeugung CO2 ein. Durch den Emmissionshandel wird dieses Ersparnis “lediglich” negiert, Energieunternehmen nutzen dies aus.

Und offensichtlich ist die Lobby der Energieunternehmen auch groß genug, einen solchen Artikel im “Nachrichtenmagazin” des Landes zu platzieren. Schön ist ein Argument am Schluss, wo neben Äpfeln und Birnen auch noch Zwiebeln dazu kommen.

“Tatsächlich sind Investitionen in Wind- oder Solarstrom nicht sehr
klimaeffizient: Um eine Tonne CO2 einzusparen, muss man verhältnismäßig
viel Geld in die Hand nehmen (siehe Tabelle). Andere Maßnahmen, vor
allem die Gebäudesanierung, kosten deutlich weniger – bei gleichem
Effekt.”

Das mag wohl sein, vergessen wird jedoch ein kleines Detail, nämlich dass Solaranlagen und Windräder nicht gebaut werden, um CO2 einzusparen, sondern um sauberen Strom zu gewinnen.

Hatte ich schon Populismus gesagt? Heute mal ein hoch auf die Bild Zeitung.

Nachtrag: Arlesheim reloaded zitiert brav ohne zu reflektieren, die Achse des Guten plappert freudig nach. Dann ist das Ziel ja erreicht und wir können uns wieder hinlegen.

Update: Anselm Waldermann hat mir eine Email geschrieben, mehr dazu morgen.

Zeug zum Meme oder nicht?

Immer wieder spannend finde ich, wenn eins “der großen deutschen Blogs” eine Sache bringt, die ich (und somit vermutlich auch viele andere) schon Wochen vorher gelesen haben. Manchmal hatte ich selbst den Link getwittert, manchmal nicht. In einigen Jahren (oder vielleicht auch schon jetzt), werden viele junge Forscher viele Stunden damit verbringen, das Verhalten von Social Graphs in Abhängigkeit zu Alphatieren etc. zu analysieren. Und dann werden Werbeagenturen und Direktmarketer sich um diese Daten kloppen.

Vollkommen ohne Bezug zum eben gesagten verlinke ich jetzt “die erschreckendsten Hits der 80er“, zusammengestellt von Malte von Spreeblick. Dazu zwei bis drei Ergänzungen:
Von “Boys” hatte ich sogar die Single, aus genannten Gründen. Don Johnson hat gerockt. Eben Wham abzuspielen war das erste Mal “White Christmas” in diesem Jahr (übrigens, für alle Crossing Fans, es heißt ja auch X-Mas und nicht Crossmas!). Jennifer Rush habe ich damals rauf und runter gehört, und ich finde es fehlt im Artikel der Hinweis, dass sie eigentlich Heidi heißt.