Groupon. Now. Oder auch nicht. Hautsache billig.

Igor schätzt die Groupon App als wegweisend ein, spätestens jetzt sollte man sich mal mit dem Thema befassen. Zwar bin ich erst seit dieser Woche zahlender Groupon-Kunde (den Brillen-Deal konnte ich mir nicht entgehen lassen, 100 EUR für 10 EUR), aber über Groupon Now habe ich schon einmal geschrieben. Interessanterweise heißt die App zwar Groupon Now, verfügt aber noch nicht über die beiden angekündigten Features “bored” und “hungry”. Dies kann entweder mit dem mangelnden Netz an teilnehmenden Restaurants in Deutschland liegen oder daran, dass man im ersten Schritt mit der App noch mehr Kunden gewinnen will. Und mal ehrlich, wer kann denn bei diesen Deals schon “nein” sagen. Das Prinzip ist das gleiche wie bei den Gutscheinheften für 30 Euro – die meisten der Gutscheine werden nicht eingelöst, allein deshalb lohnt sich das Geschäft.

Und während Groupon in den USA 30% der ausgegebenen Gutscheinsumme kassiert (auch von den nicht eingelösten), sehen Deals in Europa wohl so aus, dass die nicht eingelöste Summe komplett bei Groupon bleibt (Link zu Gawker, weil der WSJ-Artikel nur für Abonnenten ist):

In America, a typical Groupon deal would be this: your business sells, for example, 300 coupons at $50 each, for a total of $15,000; Groupon takes a 30% cut, $4,500, and the business gets the rest of the money. If any customers fail to redeem their coupons, well, too bad for them.

But in Europe, the WSJ reports, the deal for businesses is even worse—because Groupon keeps 100% of the money from any coupons that don’t get redeemed. In other words, if you buy that $50 coupon to Store X and forget to use it, Store X doesn’t see a penny of that money; Groupon gets all of it.

Die Frage, ob die Konsumenten jetzt aus Rücksicht auf die Unternehmen mit Boykott reagieren sollen, stelle ich jetzt nicht, ein jedes Unternehmen kennt die Bedingungen vorher.

Vielmehr bin ich schon jetzt auf dezidiert Zahlen aus Deutschland gespannt, und sobald dann die beiden noch fehlenden Features integriert sind, auf den Wachstumssprung – es mögen nicht viele Leute “I’m bored” klicken, aber “I’m hungry” wird insbesondere an Flughäfen und Bahnhöfen sehr gut funktionieren.

Tweetbot – es ist noch nicht zu spät für gute iPhone Apps

“Ich habe eine Idee für eine iPhone App…”
“Guck mal, das gibt’s schon.”
“Ach schade, na dann was anderes.”

Der iPhone Markt scheint gesättigt, bei vielen, vielen Fragen kann man sagen, “there’s an app for that”. Jetzt sind die wirklich Kreativen gefragt – entweder die Fähigkeiten des Geräts neu zu kombinieren und dabei unerwartetes rausholen, oder bestehende Lösungen komplett zu hinterfragen.

Enter Tweetbot, eine neue Twitter-App. Ich weiß nicht wie viele Twitter-Apps ich schon ausprobiert habe, Echofon, Twittelator, Tweetie, Tweetdeck, Ubertwitter, uvm, zu letzt habe ich die offizielle Twitter-App genutzt, mit der ich bis zum letzten großen Update auch sehr glücklich war.

Gute Reviews von Tweetbot findet man hier, hier, hier und hier, zusammen gefasst würde ich sagen, dass die 1,59 Euro wohl investiert sind. Einziger Wermutstropfen sind fehlende Push-Notifications, und das muss man sich auch nicht schön reden, wie die Macher das versuchen:

Does Tweetbot have push notifications?
Tweetbot currently has push notification support via Boxcar. Download Boxcar for free on the App Store and create a free Boxcar account. Then just sign in with your twitter account, select Tweetbot as the client you are using, and configure which notifications you want to receive.

Die Antwort ist schlicht nein.
Aber dennoch: Anschauen und staunen – Apps sind praktisch noch in den Kinderschuhen, da wir noch einiges Schönes auf uns zu kommen.

Wunderlist – app du jour

Als ich das letzte Mal über Apps schrieb, war Action Method Online mein Listen-Tool des Tages und ich war sehr glücklich damit. Bis mir klar wurde, dass man leider nicht so ganz sauber kommuniziert wie es sein könnte und ich es für meinen Ablauf nicht wichtig genug fand, um dafür Geld zu zahlen. (ich dachte, 50 items währen kostenfrei. richtig ist: die ersten 50 items sind kostenfrei!)

Es folgte also erneut ein Phase mit Papier, was super funktionierte. Wunderlist hatte ich mir mal im Vorbeigehen angeschaut, aber erst nachdem Igor schrieb, dass er es nutzt, habe ich mir ein Konto angelegt (wie inzwischen 500.000 Benutzer) und mal rumgespielt.

Wunderlist ist sehr simpel, die achso schwierige Synchronisation (hello Things 😉  ) wurde mit einem Sync-Button gelöst und funktioniert (bis auf einen Hick-Up) super. Da mein Papiermodel auch sehr einfach ist – to-do aufschreiben und später durchstreichen – ist für mich das Feature-Set was darüber hinaus geht nicht ganz so relevant, aber die rote Ziffer mit der Anzahl der heutigen to-do’s tut schon ihre Wirkung.

Smart Carpooling mit flinc – demnächst hoffentlich auch in unserer Metropolregion

Die Idee ist so einfach, dass sie nur noch Massennutzung braucht:

Praktisch die Mitfahrzentrale ohne den Vermittler. Praktisch Trampen 2.0. Flugs angemeldet begrüßen mich die schon Bekannten Mechanismen “Feed” und “Badges” (ich bin ein ‘Innovator’, yes!)

Leider ist das System bisher nur in der T-City Friedrichshafen als Testregion live. Allerdings kann man sich unter flinc.org schon anmelden und auf diese Weise seine Stadt zur Testregion pushen – es müssen sich nur genug Menschen anmelden…

Kindle iPhone 2.6 bestes Update ever

Amazon hat der Kindle App dieser Tage ein neues Update spendiert. Das ich gern lese ist ja bekannt und schon die klaren Ansagen in der Vorschau haben mich ein wenig mit der Zunge schnalzen lassen:

Echte Seitenzahlen, Prozent gelesen und visuelle Statusanzeige. Das mit den Seitenzahlen stimmt tatsächlich! Ein Traum, ich hatte mich immer gefragt warum das so sein muss. Nicht, dass ich zitieren wollen würde, wir wissen ja, dass Zitate überflüssig sind, aber “Seite 10342” kam einem schon komisch vor…

Und jetzt die Anzeige in der Listenansicht, sehr schön. Rundum, eine echte Verbesserung für Leseratten.

Failure indeed: How I not executed on an idea

A couple of articles have been published yesterday and today, by David Noel , Bajin Sabet and Igor Schwartzmann on failure, and by Amber Rae on the fear that is connected to failure. I would like to weigh in with my own little story on failure and you’ll see that fear plays a big factor.

It starts with me getting my first iPhone in 2007 and ends with the December 2010 order of the iRig guitar iPhone adaptor, finally testing the app and nearly crying about it. Here’s what happened in between.

I used to be a pretty good guitarist but dropped it almost entirely while at university and never really came back. I blamed that on equipment not being there 😉 (I sold all the amps to pay the rent). At the time I got the iPhone I was looking at small carry-around amps like the PocketPod. Then it hit me, the phone has an output and an input, all you’d need is an adaptor.

I started telling people about the idea at re:publica ’08 getting good feedback but reaching out to coders was slow (I was slow). And the ones I talked to didn’t really want equity for work, they’d rather be paid. I also reached out to Steinberg and Native Instruments, makers of Guitar Rig (great software). I finally found interested coders in the fall of 2008, but then their work got in the way – paid gigs were more important to them which I understood. Thus 2009 passed with be being passive and 2010 came along. Meanwhile I could feel other coding teams getting closer, Paul Reed Smith came out with distortion, PocketAmp was doing something similar but not what I had envisioned.

Finally, one day one of the people I had talked to sent me the link to an Amplitube announcement and I was crushed. Their app was what I had dreamed. Their screenshots looked just like the scribbles I had done, scanned and sent to the coder in the US. I had to sign-up for the newsletter and downloaded the app on day one. Crushed. Then German magazine Spiegel online did a review of several of these apps including Amplitube, but totally missing the point. The idea was not to replace other amps, but to carry one less item on the road. Or to have a super simple set-up at home, just get the guitar and the phone from your pocket.

In the last week of 2010 I tried it out myself, couldn’t bring myself to order the adaptor earlier. You see, I even had the adaptor part sorted out, had a supplier in Germany who offered the cable for a third of what iRig retails at. In practice, sure it’s no real amp but it sounds ok. And the app is great. They did a great job adding up extra in-app purchases. Have a look if you have the time:


Having tried it out, I think I am over it. And maybe it’s for the better that I didn’t invest my own money in it, because there’s much more coding to this final app than one person could have done. Probably a good thing that I concentrated my free time on my son who was born in August 2007. Probably good that the fear of being broke, spending money we now used on our appartement and of having an app that wasn’t up to par was bigger than the entrepreneurial spirit. But still, for a long time this missed opportunity, the fact that I never even got off the ground haunted me as failure.