Online Fotostrategie Pt 2 – Grundüberlegungen

Die Aufgabe ist klar, gesucht wird eine online Fotostrategie. Was möchte ich denn, was gefällt mir?

  • Der Upload muss einfach sein. Wenn zu mehreren Plattformen, dann in möglichst wenig Schritten.
  • Integration mit iPhoto wäre toll, muss aber nicht.
  • Ich möchte gern Alben online pflegen, die nicht für jedermann sichtbar sind (zB Picasas Alben, für die man einen Link braucht. Nicht so gut ist die Variante “muss ein Konto haben, um Alben zu sehen”, dass ist für die Großeltern nicht einfach genug.)
  • Ich verschicke gern Emails, mach das aber lieber selbst, dazu brauch ich Path nicht.
  • Mir geht es um Fotos online generell, nicht um Interaktionsoptionen wie zB bei Color.
  • Instagram gefällt mir per se, auch der künstlerische Aspekt, aber als finaler Speicherort ungeeignet, weil die Fotos nicht öffentlich genug sind. Ich veröffentliche dort andere Fotos als zB auf Twitter. Ich mag Timelines anschauen, mach es aber nicht regelmäßig.
  • Auch wenn ich meinen Freundeskreis bei Facebook relativ klein halte poste ich nicht so gern private Fotos dort, call me nuts. Dennoch wäre manchmal die Cross-Posting-Option nett. Ggf. auch via Email.
  • flickr… meh. Da liegen die meisten meiner Fotos die online sind, aber gefühlt ist da die Luft raus. Ich würde mir eine langfristige Lösung wünschen und nicht in zwei Jahren wieder drüber nachdenken müssen.

Und nun?

Es soll keiner sagen, er habe es nicht gewusst

Zwei Ereignisse haben mir vor kurzem eröffnet, wie weit in der Zukunft wir schon leben. Und wie wenig “die Welt” darüber zu wissen scheint. Sprich, unsere Eltern, viele StudiVZ-Kinder – zu viele Menschen.

Schon mal mit iPhoto in der iLife 09-Version gespielt? Die “Gesichter”-Funktion getestet? Alle die sich fragen, wie man damals den Kofferabsteller beim vereitelten Attentat in Köln gefunden hat, würden es verstehen, wenn es diese Funktion jetzt sogar schon für Ottonormalverbraucher gibt, nicht nur fürs Militär oder entsprechende Agenturen. Für die, die es nicht kennen: Man nimmt sich ein Foto, wählt ein Gesicht, sagt dem Programm, dass es sich bei dem Gesicht um “Peter” handelt – und der Rechner guckt sich dann alle Fotos an und findet Peter. Dies kann man bestätigen. In erstaunlich vielen Fällen handelt es sich tatsächlich um Peter, manchmal auch Mario oder Marion, aber fast immer Peter. Wenn man dem Rechner so zuschaut, dann muss es echt klick machen: Man stelle sich vor, was mit dem gigantischen Datenmaterial z.B. aus Londoner CC-Kameras alles so angestellt werden kann. Oder den Daten von den Kameras auf deutschen Autobahnen. Oder Bahnhöfen. Patriot Act, anyone.

Dazu die tatsächlichen Geodaten-Fähigkeiten. Wenn ich jemals wieder einen Tatort sehe, bei dem der Mordverdächtige telefoniert und die Polizei nicht weiß, wo er ist, schalte ich ab (schwierig, ohne Fernseher, ich weiß, but still).
Man erinnert sich vielleicht an meine Runkeeper-Empfehlung. Das Programm hat sogar aufgezeichnet, wenn ich die Straße überquert habe. Das heißt, dass mein Mobilfunk-Provider eigentlich immer weiß, wo ich bin. Und zwar deutlich genauer, als man sich das so vorstellt. (ob er das darf oder nicht ist nicht mein Punkt).

In der Konsequenz sind dies also schon zwei Möglichkeiten, meinen Aufenthaltsort, Bewegungsgeschwindigkeit und in gewissen Grenzen auch Tätigkeiten zu tracken. Nicht das ich da Angst vor habe, ich weiß ja nun, was mindestens geht. Ich dachte nur ich sag’s mal laut…