T-Mobile Hotline: Bitte rufen Sie später wieder an

Ich frage mich seit einigen Tagen, wie vorsichtig ich das hier formulieren muss? Nun, da ich mehrfach auf meine Arbeit für Vodafone im Moment hingewiesen habe, und auch sonst vor allem ehrlich war, beglückt wie kritisch, finde ich, dass ich kritisch auf Missstände bei T-Mobile hinweisen darf. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun und es geht mir nicht einmal darum noch einmal darauf hinzuweisen, dass ich bei Vodafone geblieben wäre, hätte man mir das iPhone angeboten… 😉

Am 11.7. habe ich als Neuvertrag das neue iPhone 3GS geordert. Nach kurzer Zeit kam ein Hinweis, dass sich die Lieferung um 14 Tage verspäten würde. Ok. Dieser Zeitpunkt ist nun auch schon wieder 8 Tage her, da versucht doch mal anzurufen und nachzufragen.
Einschub: Mir wurde gesagt, dass ich meine alte Nummer nicht an den neuen Vertrag portieren kann und die neue Nummer an den alten koppeln. Nach Auskunft von

Nun denn, bei T-Mobile ist man aber entweder im Urlaub oder hat keinen Bock (mal davon abgesehen, dass man es nicht schafft unterhalb von 2 Minuten zu “sie werden verbunden” zu schaffen). Mittwoch habe ich dreimal angerufen. Beim ersten Mal hat mich das Menü nach diversem hin und her zu der Ansage gelenkt, “diese Nummer ist nicht vergeben”. Eigentlich ganz witzig. Beim zweiten Mal hatte ich tatsächlich jemanden dran. Ich gab der Dame meine Auftragsnummer, sie sagte noch, “da schaue ich mal für sie nach” und wieder war ich in der Warteschleife. Nach 10 Minuten erneutem Warten habe ich aufgelegt, oder arbeiten die noch mit DOS 3.1? Beim dritten Mal war ich 10 Minuten in der Warteschleife, dann hat mich das System rausgekickt: “Bitte rufen Sie später noch einmal an.” Heute erneut: 10 Minuten in der Warteschleife, “Bitte rufen Sie später noch mal an”. Klick. Ich kann nicht sagen, dass ich mir Kundenservice so vorstelle. Darüber hinaus habe ich inzwischen erfahren, dass es kein Problem ist, die Nummer zu portieren. Aber vielleicht hat die Dame am Telefon das auch nicht gewusst. Hätte mich auch gewundert – ich kann die Nummer zu anderen Providern mitnehmen aber nicht innerhalb? Über was reden wir denn hier, doch lediglich die Verknüpfung einer Telefonnummer mit einer Kundenkontonummer…

Der nächste Schritt ist klar. Zunächst mal werde ich wohl die ursprüngliche Bestellung stornieren und über Patricks Tipp aus dem Mobile Zeitgeist Blog nachdenken. Oder vielleicht auch noch über andere Schlüsse, denn der Empfang hat seit einiger Zeit in meiner Wohung auch ganz schön gelitten. Ständige “Netzverbindung wurde unterbrochen”-Nachrichten nerven nicht nur den Junior beim Foto gucken…

Epetition in der Tagesschau – als die Kamera aus war…

Mir geht es ähnlich wie dem Popkulturjunkie nachdem ich den Ausschnitt in der Tagesschau gesehen habe.

Man muss sich wirklich fragen, was hier passiert. Vielleicht tun wir alle ja Hr. zu Guttenberg auch unrecht, vielleicht ist er gar nicht so und er hat nur schlechte Berater. Aber dieser Kommentar hat es faustdick in sich. Zum Glück können andere besser Gedanken in Worte fassen, so zum Beispiel auch Don Dahlmann und Tapio.

Ergo mach ich das, was ich besser kann, meiner Verzweiflung freien Lauf lassen: Hier kommen die zwei Minuten, die in der Tagesschau nicht gezeigt wurden:

Und in der Tat ist die Petition noch bis zum 16.6. offen – wäre es nicht cool, wenn bis dahin 100.000 Stimmen oder noch mehr zusammen kämen? Vielleicht geschehe dann ja doch mal ein Wunder und Markus oder Don oder Franziska werden mal zu Kerner eingeladen. Mmh, aber der lässt einen auch nicht ausreden…

Hier noch, der Convenience halber, das herausragende Lego-Video:

Mehr Berichte zum Thema auf rivva.

Hast du Thöne: Die Wahrheit über Werber

Ix hatte schon berichtet, von der Mail mit 1200+ Adressaten im CC-Feld. Davon, dass sich eine Mailingliste und Xing-Gruppe gebildet hat. Inzwischen steht es auch auf Spiegel Online, was die Werber in der Mailingliste toll finden. Sie haben einen Schwag-Shop aufgemacht, insgesamt scheint niemand die “Mehr freie Zeit”-versprechende Software zu benötigen. Und lustig ist die Mailingliste. Während sich die vertretenen Admins über E-Mail-Regularien streiten, sind die Agenturinhaber dabei, eine virtuelle Agentur zu gründen, oder irgendwas zusammen zu machen, man muss doch die Synergien nutzen.

Da kommen dann Ideen wie der Bonner Wirtschaftsblog raus,

Ein Blog zur kostenfreien Veröffentlichung von Pressemitteilungen. Die Blog Software ist kostenfrei. (…)Wir haben absichtlich eine Blogsoftware gewählt weil wir nur damit problemlos in Portalen wie www.bloggerei.de aufgenommen werden (Guerilla-MarketingJ, aber da gibt’s noch mehr Möglichkeiten).

Und ich sitz inzwischen nur noch dabei und frage mich, wie doof kann man sein?

Nun, es geht noch schlimmer. Der gescholtene Mitarbeiter Thöne, der die Mail an alle geschickt hatte, mutierte zum Helden, ein neuerlicher Newsletter des Softwareherstellers preist ihn, man habe so viele Termine wie schon lange nicht gemacht. Doof nur, dass just in diesem Newsletter dann Links sein sollen, die man vergessen hat und noch eine Mail schicken musste.

Gemessen an dem Mailvolumen der Liste und den Responsezeiten kann übrigens wirklich denken, einige hätten zu viel Zeit. Vielleicht steckt hinter der Idee von Presenteeism doch mehr als einige vermuten. Dann ist es natürlich auch kein Wunder, dass man Samstag noch mal ins Büro muss, um die Präsentation fertig zu schreiben…

Ende einer Dienstfahrt revisited

Mittwoch war mal wieder Reisetag, nachmittags nach Berlin zum Techcrunch Berlin Meetup courtesy of twidox, und nachts wieder zurück.

Für diese Reise hatte ich von der Agentur ein Online-Ticket bekommen, leider mit der Firmenkreditkarte als hinterlegte ID. Wer sich mit Online-Tickets nicht so auskennt, der Ausdruck reicht nicht, man braucht noch Bahncard oder Kreditkarte oder Perso zu Zuordnung. Mir war das bekannt, nur leider würde unsere Firmenkreditkarte am selben Nachmittag mit meinem Chef zur Intersolar nach München auf Reisen gehen (um dort die neue Zusammenarbeit von Sharp Solar und Rosi Mittermaier und Christian Neureuther ordentlich zu präsentieren). Ich ahnte also böses und lies mir extra Bargeld mitgeben, falls es Probleme geben würde.

Auf der Hinfahrt saß ich mit Jan, Bahne, Andreas und Helge von Sixgroups und Oliver von Cellity im Abteil und hatte eine tolle Show versprochen, die leider ausfiel, weil die nette Schaffnerin sagte, “mal schauen, ob das auch mit den letzten vier Ziffern klappt” (ich kannte noch nicht einmal die ganze Kreditkartennummer auswendig). Es klappte, mein offener Mund auch irgendwann wieder zu, und die Hinfahrt war überstanden.

Für die Rückfahrt hatte ich eigentlich das gleiche erwartet, der Zug war fast leer, der Schaffner kam um halb zwölf Uhr nachts, da rechnet man irgendwie mit Entspannung. Dem war aber nicht so. Ich erklärte dem Bürokraten mein Dilemma, verwies auf die Vorgehensweise seiner Kollegin, doch seine ersten Worte waren, ungültig, “können Sie unter Punkt 1 nachlesen”. Aus dem Augenwinkel sah ich schon Nicos I-love-Deutsche-Bahn-Vene anschwellen (don’t anger the scar), der dann auch bereitwillig die Umsitzenden und sich was-geht-denn-jetzt-ab-Fragenden aufklärte (mangelnde Kulanz, Geldmacherei etc.). Ich zahlte brav mein neues Ticket und während ich die Quittung verstaute, hatte der Schaffner schon sein nächstes Opfer gefunden. Julika Bleil von Allyve.de hatte die neue Bahncard noch nicht dabei, nur die vorläufige, die er nicht als Ausweis aktzeptierte.

Wir fassen zusammen. Rein technisch hatte der Herr Schaffner Recht. Aber was hilft das, wenn wieder 10 Leute ihren Freunden und dem Internet erzählen, dass die Bahn null Spielraum für ihre Kunden hat. Dann geht es der Bahn irgendwann so wie 1&1, die gestern spontan einen Kunden verloren haben. Oder Hansebäcker Junge, bei denen ich nicht mehr kaufe. Zum Glück habe ich ja die Macht, solche Entscheidungen selbst zu treffen.

(Der Titel dieses Eintrag is lose an Nico Lumma angelegt)

Wie sage ich es meinem Kunden richtig – 1blu

In letzter Zeit summiert es sich, wie Wolfgang in einem direkten Tweet bemerkte. Heute ist der Webhoster 1blu der Blitzableiter.

Durch Zufall habe ich heute festgestellt, dass in meinem 1blu-Webspace nix mehr drin ist. Null. 900+ MB hochgeladene Dateien, darunter u.a. viele Folgen von Vier Nasen tanken Super, einfach mal nicht mehr da. Dass ich jetzt ein Back-up einspielen kann etc. ist eine Sache, was mich ärgert ist die Kommunikation des Problems. Da war vor ein paar Tagen eine Email.

Sehr geehrte/r Frau/Herr Keil,

wir bedauern sehr, dass es aufgrund eines außerplanmäßigen Hardwaretauschs kurzfristig zu Einschränkungen bei der Erreichbarkeit Ihrer Internetpräsenz gekommen ist.
Die Erreichbarkeit Ihrer Domains ist nunmehr vollständig wieder hergestellt.

Bitte prüfen Sie, ob die Inhalte Ihrer Internet-Präsenz vollständig sind und spielen Sie bei Bedarf ein Backup der Daten Ihres Webspaces ein.
(…)
Wir entschuldigen uns ausdrücklich für die entstehenden Unannehmlichkeiten und danken Ihnen für Ihr Verständnis.

1. Ich habe ehrlich gesagt nach dem ersten Absatz aufgehört zu lesen. “wieder hergestellt” kam bei mir an. Gut, dachte ich. Danke für den Hinweis, mir ist nix aufgefallen.

2. Hier wurden Daten verloren, und das Telefonat mit der Hotline heute morgen hat klar gestellt, dass 1blu dies klar ist. Dann muss man das auch sagen, und nicht um den heißen Brei herum reden, “überprüfen Sie, ob die Inhalte vollständig ist”. Das ist ein Verscheigen der Tatsachen. Richtig wäre gewesen (und im ersten Absatz gleich mit zu nennen), “leider ist es bei dem Hardwaretausch zu Datenverlusten gekommen.” Auch die Aufforderung ist fehl am Platz: Mit Sicherheit gibt es Mechanismen mit denen sich überprüfen lässt, ob Datenmenge vor Crash=Datenmenge nach Crash, und bei allen Kunden, wo dies nicht der Fall ist, schickt man eine andere Email.

3. Der Abbinder ist der übliche Schwachsinn, den auch die Bahn bei Verspätungen gern zitiert. Wie kann man mir für mein Verständnis danken, ich habe kein Verständnis. Man kann mich höchstens darum bitten.

Aber was rege ich mich auf.

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