Mein lieber Schäuble

heute war ich mit meinem kleinen im Einwohnermeldeamt, damit er einen Kinderreisepass bekommen möge. Im Vorfeld hatte ich mich erkundigt und brav ein Foto von meinem damals vier Wochen alten Kind machen lassen, was im Grunde den biometrischen Vorgaben entspricht. Wir haben einfach seinen Kopf in einen Schraubstock gespannt, ihm flüssige Schokolade und dann Zitrone eingeflößt, und genau zwischen den beiden Gesichtsausdrücken hat die Fotografin auf den Auslöser gedrückt. Ganz klar, lieber Schäuble, wir wissen ja, es ist nur zu unserem Besten, und das kann der Kleine nicht früh genug lernen.
Ganz wie das Amt es wünscht, waren meine Frau und ich beide mit Junior auf dem Amt, damit alles seine Richtigkeit hat, und wir beide unseren Personalausweis vorzeigen können. 10 Minuten später waren wir fertig und der Kleine hat nun einen Kinderreisepass mit biometrischem Foto.
Aber lieber Schäuble, nun mal im Ernst. Die Vorratsdatenspeicherung ist ein ganz notwendiger Schritt, denn die Sache mit dem Pass reicht in keinem Falle aus. Ich hätte ganz einfach ein Foto vom Kind meiner Freundin Hildi abgeben können, oder einfach das Kind von Hildi. Mir scheint, zu keinem Punkt ist es einfacher, einem Kind eine neue Identität zu geben. Denn wenn wir das in fünf Jahren noch einmal machen würden, hätte Hildis Kind nun zwei Identitäten und könnte mit der falschen richtig viel Unfug treiben. Na ein Glück ist dir noch rechtzeitig die Sache mit der Vorratsdatenspeicherung eingefallen, jetzt kann ich etwas besser schlafen.

Update: Dazu passend ein kleiner Titanic-Cartoon.

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Wirres aus der Kladde

Immer wieder schön, wenn man, obwohl Blogs ja tot sind, lange Einträge bis zum Ende liest. Danke, DonDahlmann, Nico. Dazu passend meine Google Reader Trends Statistik für diesen Monat: 100% gelesen habe ich Don, Nico, Wolfgang, Goeres, Themenblog, dann folgen Fischmarkt, LostFocus, Calacanis und Der Tante Renate. Das war auch mal anders.

Ich war nicht auf der Web 2.0 Expo. Und wie bei all den anderen Konferenzen auf denen ich nicht war hört es sich so an, als hätte ich inhaltlich nix verpasst, was ich nicht schon per Video, Blog oder Whitepaper kannte. Auf der anderen Seite waren die Autoren von 90% der deutschen Blogs die ich gern lese vor Ort, und ich hätte mich gern mit dem einen oder der anderen mal Face to Face ausgetauscht. Nun denn, nehme mir vor, re:publica, DLD und Next08 nicht auszulassen.

Persönliche Gespräche haben Wirkung.

In den letzten zwei Wochen gab es mehrere große Meldungen, Google Open Social, Google Android, Facebook Ads. Klar, wir haben einen Podcast zu Open Social gemacht, aber nach ein wenig Reflexion muss man sagen, das im Bereich Social Networks weder Google noch Facebook jetzt den Killer präsentiert haben. Google will User von Facebook locken, Facebook will Werbeeinnahmen von Google haben, so be it. Die ersten Ergebnisse wird es eh erst in einem Jahr geben, lediglich Google Android finde ich ein bisschen spannender. Zwei Freunde haben sich gleich gestern ein iPhone gekauft, das zwar sehr sexy aber mir einfach zu teuer ist, vor allem in der monatlichen Haltung. Da warte ich lieber ab, grundsätzlich ist das N95 ja auch nicht schlecht, und wer weiß, vielleicht kann Google Android ja tatsächlich ein oder zwei nette neue Apps beisteuern – mal ehrlich, mehr wird der Ottonormaltelefonierer eh nicht nutzen.

Die kleinen Dinge zählen , fast noch mehr, als die großen.

HeuteGestern wurde die Vorratsdatenspeicherung ab 2009 beschlossen. Was sagen wir dazu? Klar sind wir dagegen, aber bin ich da konsequent? Auf der einen Seite habe ich jede Menge Daten bei Google, richte mir aber auch ein Noserub-Konto ein. Klar ist der Staat böse, aber ich glaube fast es ist mir lieber, dass die Leute das wissen, als das sie glauben alles sei toll und sich bei jeder 3-klassigen Agentenfilm wundern.

Twitterposter ist clever. Spannend finde ich zB. das es die Otherland Group noch nicht so lange gibt, und alle sagen, dass Second Life out ist, der Twitter-Account dafür aber jede Menge Follower haben.

In letzter Zeit ärgere ich mich immer häufiger über Supersize-Verpackungen. Ich finde, die Firmen müssten mich besser schützen. Warum 200g Chips-Tüten oder 200g M&Ms? 100g würden doch reichen, und ich mich deutlich besser fühlen.

Weiter im Supermarkt. Letzten Samstag habe ich bei Edeka am Test-Stand Wiesenhof Ofen-Huhn probiert, zubereitet von einem der sonst hinter der Theke steht. Das fand ich ziemlich clever (Verwendung von bekannten Gesichtern) und lecker. Heute der Test im heimischen Ofen. Eklig. Mir dreht sich jetzt noch der Magen, noch nach dem Cognac. Das roch fast eher nach Fisch.

Und nu? Wochenende. brand eins lesen, wundern staunen, gucken ob der Goeres zum Samstagvormittagchat online ist, Flock weiter testen, ein paar Stunden wie Chandler in Joeys  Kiste verbringen, “to do some serious thinking”. Den Kleinen verwöhnen, drei Monate Elternzeit sind dann leider doch irgendwann vorbei, Buletten und Rinderrouladen from Scratch, Wein ist auch noch offen, die neue Folge Gillmor Gang hören und Fußballbilder einkleben (Lell hab ich jetzt auch doppelt). Ach ja, French Running ist natürlich auch wieder dran.

Lukas Podolski und die Körpersprache

Ich guck schon auch mal gern Fußball und les dazu die Zeitung. Poldi hat es ja auch nicht leicht. Ne ne, leicht hat’s den Poldi. Und die Konkurrenz beim FC Bayern ist auch nicht gerade klein. Darum mal ein Tipp von einem Couchcoach der es wissen muss.

Solange du nach verpassten Chancen lachst, wirst du es nicht schaffen.

Du sendest nicht nur das falsche Signal nach außen, auch an deinen Kopf. Glaub’s mir.

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