Facebook is broken? You are broken!

Another bad week for social networking in general and Facebook especially? Reading blog entries from Nico and Wolfgang, a heavily discussed Facebook post by moeffju plus the Business Insider piece “Facebook is a fundamentally broken product” one might get the idea that social networks have failed us, betrayed us and we should therefore draw consequences, like going away or praying for a better social network.

I think that’s rubbish.
When you throw more information into a system it gets fuzzier. End. Of. Story. And if you think technology is there to solve it you’re wrong. It might. In the future. Not even Amazon has it worked out, their recommendations  engine breaks once you have more than 100 orders or so, just because of the variance from your ideal you.

Sorry, but when you have 5000 Twitter followers or 700 Facebook friends and complain that your experience sucks it’s just your own fault. You throw crap into the system you’ll get crap out.
The BI article argues Facebook fails us in not finding a good way to show 1,500 messages a day. 1,500 messages? Are you reading what you’re arguing? Who’d want to read that? Who in his right mind announces proudly “whoopee, inbox-zero” on the one hand and puts himself into such a mess on the other? (aside from social media experts who claim they “have to do this for work”)

I like Wolfgang’s piece because he seems well aware of the dilemma and shares how he uses social networks. I am not going to bore you with my take on it, let’s just say that I know where to find what interests me and what interests me finds me in reverse. And I sleep well knowing that I will miss things, life’s just too short to worry about that one rig rundown video on YouTube I didn’t see.

And I know. I still spend too much time on Facebook. But at least I know all the people there join my conversation regularly and I like them to do that. Because that is my criteria for adding people. And seriously, sometimes even 200 is too much.

On a final note let me remind you that this is “network is broken dilemma” is neither new nor is it the right argument. Go back in time 5 years and you’ll remember Robert Scoble had this figured out already, doing the big “unfollow-everybody and start over” with his RSS subscriptions and later with Twitter because it was too much to handle.
Let’s be real and acknowledge too much information breaks the system and it’s your job to limit the amount and quality of the input.

Put rubbish in and you’ll get rubbish out.

Ein Außenblick auf die Blogger Relations-Debatte

Mike Schnoor hatte für den November zu einer Blogparade “Blogger Relations” eingeladen. Eigentlich nicht so ganz mein Thema zurzeit, aber ich lese natürlich  interessiert mit bei einem Thema, was seit 2004/5 auf meinem Zettel ist und gefühlt ein ebenso alter Treppenwitz ist, wie “nächstes Jahr ist The Year of Mobile, diesmal aber in echt”.
Spannend bei der Lektüre sind die sich herauskristallisierenden Themenschwerpunkte. Die nunmehr fast 30 Autoren scheinen sich entweder auf das “Wie geht’s” oder die Einordnung der Kategorie im großen Ganzen zu konzentrieren. Dazu ein paar Anmerkungen.

Ob man das ganze Blogger Relations oder Influencer Relations oder sonst wie nennt ist in meinen Augen eine Fokussierung auf Nebensächliches. Aus meiner rationalen Sicht geht es in der aktuellen Debatte darum, dass “Experten” versuchen, neue Claims abzustecken. Nachdem die Begriffe Social Media Berater/Gurus/Ninjas sowohl SEO-technisch als auch in der Öffentlichkeit besetzt sind, müssen neue Territorien erschlossen werden. Da Blogger Relations-Berater (bei aller Aktualität der Disziplin) ein vielleicht doch etwas nischiges Gebiet ist, soll es lieber Influencer Relations heißen. Klingt einfach besser und der Name erlaubt einem, auch weiterhin Facebook-Seiten zu empfehlen.
Ich finde es besonders klasse, wenn die selbsternannten Experten durch ihre Vita bestätigen, dass ihre Berufserfahrung noch nicht so umfangreich ist, wie man sich das von einem Profi wünschen würde, aber hey, 10.000 Tweets sind ja wie 10.000 Stunden Berufserfahrung. Gleichzeitig muss es aber Blogger oder Influencer Relations heißen, weil man sich ja von PR absetzen muss, denn das sind die Leute, die nur Pressemitteilungen verschicken.
Klar, oder? Oder kommt PR gar nicht von Press Relations sondern von Public Relations? Und dürfen PRler vielleicht doch mit Bloggern sprechen, weil sie wissen, wie man mit “Gatekeepern” spricht?

Nee, PRler sind doch die Tanja-Anjas, die en masse Pressemitteilungen mit pdfs und 9MB-großen Fotos verschicken und dann 5 Minuten später nachfassen, ob die Email auch angekommen ist. Oder nicht? Oder gibt es da Menschen, die wissen, welchen Journalisten was interessiert, wie sie den anzusprechen haben, und vor allem was eine “Nachricht” konstituiert? Denn das wäre ja quasi ungefähr so, wie Blogger angesprochen werden wollen/sollen/sollen …

Oder ist es vielleicht sogar egal, wie man das Ganze nennt, hauptsache man macht es vernünftig und schwatzt nicht jedem Kunden eine Facebookseite ein Blog auf.

Natürlich ist der Mehrwert von Blogger Relations klar. Weil aus Zeit- und Platzmangel die Eröffnung der neuen Tankstellenfiliale nicht mehr in der Zeitung abgehandelt wird, wurde sich kurzerhand auf die Online-Medien konzentriert, die gern einfach jede Pressemitteilung as is übernehmen. Oder zumindest die ersten drei Absätze. Und das 9MB große Foto. Das bringt PIs die man schön über IVW.de recherchieren und dem Kunden als Erfolg verkaufen kann. Konnte. Eine Zeit lang. Inzwischen reicht das nicht mehr.

Da kommen den Unternehmen Blogger gerade recht, die die Tankstelleneröffnung gern begleiten, eigene Fotos machen und die eigentliche Nachricht (neue Tankstelle) für ihre Leserschaft personalisieren und interessant machen. Also quasi das, was früher Journalisten gemacht haben…

Ein wichtiges Trend-Segment also (Hust), was – aus unternehmerischer Sicht – durchaus Professionalisierung braucht. Weshalb ein Blogger Kodex wie ihn Achtung! veröffentlicht hat nicht überrascht. Bisschen Eigen-PR als Konsequenz, da haben sicherlich viele PRler gedacht, “Mist, hätten wir auch gekonnt”. Habt ihr aber nicht gemacht.

Natürlich ist dieses ‘neue’ Tool – trotz der langen Inkubationszeit – erst am Anfang der Professionalisierung und der Erfolg wird schwer messbar sein, denn irgendwann werden auch hier die Excel-Tabellen mit Reichweite und Sentiment als Beleg nicht mehr ausreichen und Kunden werden nach ROI fragen.

Vielleicht finde ich ja die Zeit, mal wieder eine Art Hype Cycle draus zu machen oder mein Xing-Profil pflegen…

PS:  Kann Spuren von Ironie, Satire und Polemik enthalten, aber ich verspreche, dass im Verlauf der Textentstehung keine Tiere zu Schaden gekommen sind.

Bloggen auf Medium: Wie kommt man ran, was ist anders und warum überhaupt

Ich habe vor kurzem das erste Mal einen Artikel auf Medium.com geschrieben, der sich mit dem Thema “Warum mache ich eigentlich Musik” beschäftigte und darin beantwortet, warum ich den ganzen Aufwand betreibe. Und ein paar Tage später habe ich dann noch einen Text auf Medium geschrieben, diesmal über die Tatsache, dass ich unter anderem im Kopf üben kann. True Story. Der erste wurde mehr gelesen als der zweite, war auch besser geschrieben. Neben Feedback auf die Artikel bekam ich aber vor allem Fragen zu der Plattform Medium. Wie ist das so, und wie komme ich daran? Kurz und knapp: Cool und hier.
Warum ist es cool?
Schreiben ist ganz einfach. WYSIWYG. Der Eingabescreen ist sehr reduziert und man konzentriert sich wie von selbst auf das Schreiben. Hinzukommen die einfachen Tools zum Formatieren, einmal hier schön zusammen gefasst. Gute Kontextmenüs, eine Freude für UX-Spezis (meine Meinung). Dann das Thema Notes/Kommentare. Auf Medium.com ‘wohnen’ Kommentare nicht unter dem Text sondern daneben, quasi wie “Kommentare” (hier der Medium-Text zu Kommentaren und Notizen).Darüber hinaus kann man entweder den ganzen Absatz kommentieren oder einzelne Worte. Man kann die auch Twittern. Das sieht so aus:

Bildschirmfoto 2013-06-06 um 01.27.26 Noch hat bei den beiden oben genannten Texten niemand kommentiert, daher konnte ich die “gethreadeten” Kommentare noch nicht selbst richtig testen, aber die Idee finde ich klasse.

 
Warum darf ich da schreiben? In irgendeinem Interview mit Biz Stone über Medium gab es den Link zu der Sign-Up-Seite und als anständiger Web 2.0 Jünger habe ich da natürlich sofort meine Emailadresse eingetragen. Und irgendwann kam dann die Einladung zum Schreiben. Der Login mit Twitter-Credentials ist aufgrund der Gründer-Historie logisch und hat gleichzeitig den Effekt, dass man seinen Lieblingsautor schnell findet.
(also bitte gleich http://medium.com/@sebastiankeil bookmarken, da wird noch mehr zum Thema Musik kommen 😉 )

Also. Ausprobieren. Ich glaube, dass das Spaß machen kann, insbesondere, weil Leser die Möglichkeit haben, den Text anderen Kategorien zuzuordnen als der Autor und sich auch eigene Kollektionen zusammen stellen können.  Diese Kollektionen sorgen für zusätzliche Distribution, quasi wie ein Webring, und bieten gleichzeitig einen guten Blick über den Tellerrand. Sehr spannend.

 

Neues Kochbuch: Thomas Sixt kocht vor

Ich glaube es sind fast fünf Jahre, dass Thomas Sixt Thomas Sixt kocht vorund ich uns regelmäßig austauschen, Kochwelt vs. Social Media Welt. Der Headcam-Cooking-Vorreiter und Wahlwiener mit dem großen YouTube-Kanal hat im letzten Jahr unzählige Koch-Apps in alle erdenkbaren App- und EBook-Stores gebracht und ist seit ein paar Wochen mit Headcam-Cooking auch im österreichischen Fernsehen zu sehen. Der Postbote hat mir letzte Woche aber keinen Fernseher gerbracht…
Thomas Sixt kocht vorThomas Sixt: kocht vor ist quasi das Begleitrezeptbuch zu den ganzen Videos. Oder umgekehrt. Ausführliche Rezeptbeschreibung, schönes Foto, damit man weiß wie es aussehen sollkann und ein QR-Code als Link zum Video Thomas Sixt kocht vor – wie ich finde eine zur Abwechslung sinnvolle Anwendung des QR-Codes.
Das ganze auf schönem Papier gedruckt, nicht zu schwer, gut aufzuschlagen. Los geht’s, guten Appetit.

Stat of the day: I lost 1/3 subscribers with career move post

To be honest, I had hoped for some feedback on my announcement that I moved from the PR unit into the advertising unit. That I had chosen to work with clients from the renewables sector. But I guess I did not anticipate that almost a third of my readers (aka 40-50) took that as a cue to unsubscribe.
I mean, it’s not that I constantly wrote about PR before, so I am not foreseeing me constantly writing about advertising now. But hey, that is the freedom of RSS.
I’ll just have to write more compelling posts that lure new readers.

Happy 2-year Anniversary Speaking English Podcast

Thank you everybody for watching the Speaking English Podcast for the past two years, yesterday was the day. I am very grateful for all the feedback, positive as well as critical.

What started out as a podcast playground turned into a quite a project, with quite some content delivered as far as Feedburner tells me:

Not to brag, but the actual views served is much higher, with content distributed on Revver, Sevenload, MySpace and several other platforms. Revver remains the service of choice at the moment, but it is hardly a money maker.

As a consequence (trying to find a different model), I am delivering episodes 85-89 ad-free and with a higher quality, hoping to attract more happy viewers and maybe finally a sponsor. As you can see on my revver-site, views over the last shows are up to 45k, feed subscribers around 2k. If I were a (reference) book publisher, soft drink producer, electronics vendor, hard drive manufacturer I’d take a real close look at the numbers 😉 Also in the works is a DVD (taking a page out of the Tim Ferris play-book).

Enough baiting. Thanks again for watching, I wish I had more time to do a live show or maybe some Seesmic-action at a scheduled hour once a week. Maybe in the future. And remember, you can always chat me up at sebastiankeil at gmail dot com.

Oh, Episode #86 has just been published.