Lesebefehl: Ken Auletta – Googled

Ich freu mich immer, wenn ich auch tatsächlich ein Buch von der Liste streichen kann, das am Anfang des Jahres drauf stand. Von Ken Aulettas Googled hatte ich schon viel gehört, aber immer gedacht, na ja, ein Buch über Google halt, ein bisschen Historie und die Erkenntnis, dass Google irgendwie wichtig ist. Und klar, das trifft auch zu, aber das Buch ist weit mehr.

Auletta fängt ganz vorne an, 1998 in einer Garage, und zeigt nicht nur die Geschichte von Google auf, sondern auch die der beteiligten Konkurrenzunternehmen und Personen im näheren Umfeld. So entsteht eine Geschichte des Valleys, nicht vollständig, aber sehr informativ. Bill Campbells Rolle zum Beispiel ist sehr interessant zu sehen, auch die Anzahl, Vielfalt und Komplexität der Fronten an denen Google sich wehren muss.

Das Buch ist leicht zu lesen, enthält aber viele Informationen, was zumindest bei mir zur Folge hatte, dass es lange gedauert hat bis ich durch war. An einigen Stellen fragt man sich, warum jetzt dieser Exkurs, denn der Zusammenhang wird erst einige Seiten später klar, aber grundsätzliches Urteil: Pflichtlektüre für alle, die im Bereich Online arbeiten und nicht schon 2000 Digital Natives waren.

next big thing: ToothTag iPhone App

Vor langer langer Zeit hatte ich mal so ein kleines Tool, was die Systemeinstellung des Rechners veränderte, je nachdem in welchem WLAN ich eingelogged war. Und so ähnlich kann man sich ToothTag der Firma NeuAer vorstellen – nur on steroids!

Ob WLAN, Bluetooth, Radio, oder NFC – all diese “Netze” können Auslöser für eine Konfiguration sein. Ob die Erinnerung an Schlüssel, Geldbörse und Kopfhörer beim Verlassen der Wohnung oder das Ausstellen der Rufumleitung beim Betreten des Büros. Oder in die andere Richtung: Ob die Erinnerung das Handy lautlos zu stellen Handy automatisch lautlos stellen beim Betreten des Kinos oder Couponing beim Betreten eines Restaurants. Anwendungsmöglichkeiten gibt es galore, ich stell mir das wie Apples Automator vor – nur mit Sinn.

Ich hatte ToothTag schon mal erwähnt, leider gibt es immer noch keine iPhone App dafür, obwohl es ein Developer Kit zu geben scheint
Für die Wartezeit empfehle ich ein Interview mit NeuAer-Gründer Dave Mathews auf This Week in Start-Ups.

Apps im Zusammenspiel auf dem iPhone: Technik, die begeistert

Man macht sich ja gern lustig über Menschen, die ständig über ihr Handy gebeugt durch das Straßenbild laufen. Die ständig die neuesten Apps runterladen und Freunden davon erzählen.

Aber dann kommen die Momente, in denen die Technik alltäglich wird und man sich keine Gedanken mehr macht. Neulich in der Weltstadt Teltow, waren zwei Autos unterwegs. Das eine hatte Vorsprung und konnte sich schon über die Abendessengestaltung Gedanken machen, sprich, wo wird gegessen. Die “Explore”-Funktion von Foursquare zeigte ein paar Optionen und Entfernungen, eine Entscheidung getroffen. Dank der Kontakt-Informationen wurde angerufen, die Küche hatte noch offen (oder blieb es nach der Ankündigungen von neun hungrigen jungen Männern). Leider kannte das Navi in Auto 2 die Straße nicht, also wurde einfach der Fourquare-Karten Link in der Maps-App geöffnet und der Link per SMS verschickt. Ganz einfach. Ganz natürlich.

Als hätte man das schon immer so gemacht, statt an der Tanke anzuhalten und nach dem Weg zu fragen.

8 Jun 2011, 7:09am
English Tech
by Sebastian

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  • Don’t choose what you don’t want to do

    I am still working on the backlog of Back to Work, a relatively new podcast with Merlin Mann and Dan Benjamin, which is supposedly about getting back to working your butt off in a way that’s healthy but turns out to be soul-inspiring at the same time.
    In #13 Merlin said that hardest thing adults have to to is choosing what not to do in a day. And while that’s catchy and makes sense when you are looking at it from a getting things done and productivity level I disagree. I disagree in a way because it oversimplifies the level of involvement, it doesn’t really fit in the context he used it in either. The detail is important her: You can travel the ocean pretty aimlessly by saying no to certain things, but the key is to know what you want and to make decisions.
    Merlin said no only because he figured out what his priorities are and after that he was able to say no to things that didn’t fit.

    Deciding what not to do in a day is a right step only if you ultimately know where you are going.

    Groupon – Unter der Brücke online-offline liegt der Schatz

    Wer das Internetgeschehen rund um Start-Ups schon etwas länger verfolgt weiß, wie schnell aus Everybody’s Darling ein Also-ran wird. Eben noch gefeiert, dann akquiriert und vergessen. Bis letzte Woche war Groupon das heißeste Pferd im Stall, die Evaluationen stiegen stetig an und alle Welt (Analysten, Investoren und solche die es dringend werden wollen) konnten den Börsengang kaum erwarten.

    Dieser Börsengang steht nun bevor doch die dazu benötigten Antragspapiere haben aufgezeigt, dass das Unternehmen zurzeit nicht mehr ganz so profitabel wie angenommen ist. Nach formidablen Quartalen wurde jetzt eine Zeit des Ultra-Growth ausgerufen, in der das Vertriebsteam stark aufgebohrt (sprich: massive Kosten verursacht) wurde. Als Folge hat die amerikanische Tech-Presse (äh, im Internet meine ich) von Freitag bis Sonntag Groupon vorwiegend zerrissen: von Ponzi-Scheme-Vergleichen bis zu “bloss-nicht-kaufen” war alles dabei, nur vereinzelt waren Stimmen wie die von Steve Cheney zu hören, der glaubt die wahre Stärke von Groupon gefunden zu haben.

    Zeit für eine neue persönliche Einschätzung um die Serie fortzusetzen, wie sieht es in der persönlichen Nutzung aus?
    Nachdem ich interessante “Deals” immer von meiner Frau weiter geleitet bekommen habe, bin ich seit knapp vier Wochen selbst auch Kunde – und habe in der Zeit keinen Deal abgeschlossen. Stattdessen fangen mich die täglichen Mails an zu nerven, ich fühle mich an Brands4Friends erinnert, die mich irgendwann mit soviel Emails zu gepustet haben, dass ich mein Konto gelöscht habe. Kann man alles einstellen, klar, werde ich wohl machen müssen. Die Deals sind zum Teil auch interessant, aber ich habe noch zwei offen und will nicht Coupons sammeln, die ich irgendwann vielleicht mal einlöse.

    In Kürze: Die Deals (schreckliches Wort übrigens, dann doch lieber Coupon!) sind ok, es hängt von mir ab, was ich draus mache. Ich glaube die größte Diskrepanz die auch im Gegensatz zum Post von Cheney steht ist, dass ich abgesehen vom Lebensmitteleinkauf zu 95% online shoppe. Viele Groupon Coupons erfordern aber eine Offline-Handlung, so dass ich mein Verhalten ändern muss, um sie einzulösen. Und das bremst im Moment meine Bereitschaft aus, hier und da 20 Euro zu sparen.

    Online Fotostrategie Pt 2 – Grundüberlegungen

    Die Aufgabe ist klar, gesucht wird eine online Fotostrategie. Was möchte ich denn, was gefällt mir?

    • Der Upload muss einfach sein. Wenn zu mehreren Plattformen, dann in möglichst wenig Schritten.
    • Integration mit iPhoto wäre toll, muss aber nicht.
    • Ich möchte gern Alben online pflegen, die nicht für jedermann sichtbar sind (zB Picasas Alben, für die man einen Link braucht. Nicht so gut ist die Variante “muss ein Konto haben, um Alben zu sehen”, dass ist für die Großeltern nicht einfach genug.)
    • Ich verschicke gern Emails, mach das aber lieber selbst, dazu brauch ich Path nicht.
    • Mir geht es um Fotos online generell, nicht um Interaktionsoptionen wie zB bei Color.
    • Instagram gefällt mir per se, auch der künstlerische Aspekt, aber als finaler Speicherort ungeeignet, weil die Fotos nicht öffentlich genug sind. Ich veröffentliche dort andere Fotos als zB auf Twitter. Ich mag Timelines anschauen, mach es aber nicht regelmäßig.
    • Auch wenn ich meinen Freundeskreis bei Facebook relativ klein halte poste ich nicht so gern private Fotos dort, call me nuts. Dennoch wäre manchmal die Cross-Posting-Option nett. Ggf. auch via Email.
    • flickr… meh. Da liegen die meisten meiner Fotos die online sind, aber gefühlt ist da die Luft raus. Ich würde mir eine langfristige Lösung wünschen und nicht in zwei Jahren wieder drüber nachdenken müssen.

    Und nun?