Ich wußte es! Ich hab den The Voice-Stefan sofort wieder erkannt!
Die Popstars 2004 Staffel habe ich immer geguckt. Da wo am Ende Nu Pagadi bei rauskam die mit Sweetest Poison einen Hit hatten. Lustige Staffel, schlechte Bandbesetzung. Doreen war da drin (jetzt Frau Sido), und die Queensberry Leo hat es da glaub ich zum ersten Mal versucht. Und Richie an der Gitarre hat da mit einem Mädel einer Superversion von Pink/Steven Tyler’s Misery hingelegt. Ihr merkt also, ich habe das geguckt. Und als der Stefan Zielasko dann bei The Voice sang sag ich so zu meiner Frau, “den kenn ich irgendwo her.” Und sie so “mmh”. “Doch wirklich!” “Mmmh.”
Und siehe da, mein mit alten Schlagertexten und anderem Quatsch zugemülltes Gehirn hat sich mal nicht geirrt:
Ihr solltet euch das auf keinen Fall ganz anhören, das klingt nämlich furchtbar, bei 1:47 fängt der Stefan an, auch furchtbar. Vielleicht hat er also Bühnenerfahrung gesammelt – das war aber auch nötig.
Mehr als nur Rezept-App: Thomas Sixt’s iPad Kochkurse
Wie geil ist das denn?
Topplatzierung in der iPad Kategorie Lifestyle für Thomas Sixt’s neue Weihnachtsgans-App. Und: Schon Platz 18 in den Charts nach knapp einer Woche, Platz 12 für das perfekte Wiener Schnitzel.
Verdienter Erfolg nach über 100 Headcam-Cooking Videos und vielen, vielen Blogeinträgen. Dazu muss man wissen, dass die beiden Apps keine reinen Rezept-Apps sind, sondern Text, Bild und Erklärvideos kombinieren, so dass am Ende praktisch ein Kochkurs dabei rauskommt. Daumen hoch!
(Disclaimer: ab und an unterhalten Thomas und ich uns über dies uns das und dann lädt er mich zum Essen ein)
3 Gründe warum man The Voice of Germany gucken kann
Wieder eine Casting-Show, wieder derselbe Schrott, das kennen wir doch alles, oder? Ich gebe zu, dass ich das gern gucke. Weil es anders ist. Hier kommen meine drei Gründe:
1. Die Jury baut während des Vortrags eine Verbindung zum Künstler auf. Zu sehen wie sie zuhören, allein der Stimme (sie sitzen mit dem Rücken zum Vortragenden und können ihn nicht sehen), ist sehr interessant.
2. Die Jury operiert – bisher – ohne Script. Keine Sprüche die sich ein Autor im Hintergrund ausgedacht hat und die dann auf irgendwelche Kandidaten angewandt werden. Stattdessen müssen die Jurymitglieder in eigenen Worten sagen, warum ihnen ein Vortrag (nicht) gefallen hat.
3. Die verhältnismäßig humane Art und Weise, wie die Jury Missfallen äußern kann. Da muss ein Kandidat nicht runtergemacht werden, sondern durch das einfache “nicht Buzzer drücken” ist das Urteil klar, und ein nettes “hat mir einfach nicht gefallen” hebt sich aus meiner Sicht erfrischend vom Bauer-sucht-Frau-Niveau ab.
Ich hoffe, das Niveau kann so hoch gehalten werden.
Verrückte Welt
Mein Frau und ich hatten heute Vormittag Einiges zu koordinieren. Ihr ist das vielleicht nicht aufgefallen, aber der Verlauf ist es Wert, darüber zu sprechenschreiben.
Es begann mit zwei Emails, dann zwei Twitter-DMs, eine Email, Ordner-Freigabe für die Dropbox, eine Email und ein Austausch auf What’s App.
Was haben wir nur früher gemacht?
Social Media ist tot. Quasi…
Walk the talk heißt es in der englischen Sprache. Practice what you preach.
Ui, ui, ui, was ist denn da Ende letzter Woche passiert? Einfach mal alle schlechten Zahlen die man finden kann in eine Reihe bringen, ein Zitat dazu, und schwups ein neues “… ist tot”-Meme starten?
Thilo Specht (Cluetrain PR-Artikel) und Olaf Kolbrück (Off the Record-Artikel) postulieren, Jürgen Vielmeier (Basicthinking-Artikel) singt mit: Social Media in der Kommunikation ist praktisch am Ende, all die spezialisierten Social Media Experten können wohl ihre Kapuzenpullis verkaufen, muss ja stimmen, Mirko Lange ist das beste Beispiel.
Mann, mann, mann.
Vorweg: Mirko Langes Nachricht in diesem Zusammenhang zu zitieren finde ich billig, denn er sagt nicht, dass Social Media für ihn zu Ende ist, sondern, dass er persönlich nicht mehr bei jedem Netzwerk 100% all-in sein wird. Wie soll er auch, er soll ja nebenbei auch ein Unternehmen führen.
Aber vorne angefangen: Der Cluetrain PR-Post liest sich ein wenig so, als ob das ganze Zeug doch mehr Aufwand ist, als angenommen und das es deshalb viele Marken nicht schaffen. Aber haben “wir” denn nicht immer gepredigt, dass das im Social Web anders ist, und man Zeit, Geduld, und viel Betreuung braucht? Und jetzt braucht es Zeit und jetzt wird scheinbar die Lust verloren? The Dip oder die Einsicht, dass wir eher Marathon laufen als die Stadionrunde?
Olafs Artikel ist schwierig zu lesen, denn eigentlich sind die Zahlenbeispiele mehrdeutig, Olaf verwebt sie jedoch geschickt zu einem eher trüben Blick in die Zukunft, was ja auch laut der Einleitung das Ziel war. (“Ich mag es aber auch, Dinge einmal einzudampfen und einen Trend als advocatus diaboli zu hinterfragen.”)
Es wäre aber schade, wenn man das nicht als das liest, was es ist: Eine Aufforderung die Dinge zu hinterfragen. So wie man auch die W&V Headline “BBDO-Studie: Wenig Lust auf Social Commerce” hinterfragen darf. Denn andere Publikationen lesen die Studio anders. “Der Wandel zum Handel“, “Exklusive Inhalte und Angebote gewünscht“. Aussagen wie “F-Commerce steckt noch in den Kinderschuhen” bedeuten sinnbildlich nicht, dass “der Umsatzanteil der mit Facebook erzeugt wird, zu vernachlässigen ist”.
Dem gemeinen Leser bleibt dann vermutlich nur die Zwischenheadline “Haben uns vor den Karren spannen lassen” von Basicthinking im Gedächtnis. Nun denn. Ich hoffe man nimmt mir nicht über, wenn ich einmal müde lächle, etwas von ‘integrierter Kampagne’ und ‘es ist alles nicht so einfach, sonst könnte das Kapuzenpulli auch ohne seinen Inhaber’ murmel und mich wieder an die Arbeit mache.
QR-Code Renaissance
Eigentlich dachte ich, dass wir über die Zeit des QR-Codes schon hinweg wären und uns neuen spannenderen Dingen widmen. Falsch gedacht. Nicht nur Gartners Hype Cycle sieht QR-Codes kurz vor Mainstream-Tauglichkeit, auch die deutsche Werbeindustrie zeigt Interesse. Nach der noch ziemlich aktuellen Kampagne von Victoria’s Secret, bei der der QR-Code auf Intimbereichen von weiblichen Models platziert war, und bei Aktivierung Unterwäsche zeigt,legt nun Triumph nach.
Ein Schelm wem das bekannt vorkommt? Nicht ganz so viel getraut wie Victoria’s Secret und die Auflösung schon auf dem Plakat verraten, ich bin mir nicht sicher, ob das die Klickraten erhöht. Noch dazu finde ich diese sich drehenden Litfasssäulen an Hauptverkehrsstraßen eher ungeeignet, um das Handy zu zücken, und ein Video zu schauen. Aber QR-Codes sind Mainstream.
Update: Mit ähnlicher Sichtweise aber etwas eloquenter hat Hubertus von Lobenstein sich dem Thema genähert.


