Infographics are nice. But only if they inform.

Yesterday I came across this infographic from Wishpond via ethority:

I scanned it and was close to hitting the “Pin it” bookmarklet because you never know, might come in handy one day, when the questions popped up.

Why are there two figures for average time on Pinterest? Oh, American and overall users.

Pinterest referrals spend 70% more money than visitors referred from non-social channels. That seems like a lot… Oh, NON-SOCIAL – so this is not in comparison with Facebook but other sites.

The average Pinterest user spends 98 minutes on the site, the Facebook user 7 hrs. Per what? Day? Not likely. Week? Month? So I used the “Live Help Line” button on Wishpond’s site and got an answer. Per month. That seemed low. Then he gave me the source: A media bistro infographic from February 2012 (look at the URL). Seriously?

Sorry to be complaining but that’s not how infographics work and while I am at it: Please put a date stamp on them, everybody.

Glaskugel 2013, die Meta-Ausgabe

Noch schreiben wir Januar, noch ist man gespannt, was das Jahr so bringen wird. Von Mitte Dezember bis Mitte Januar gab es die üblichen Versuche, vorauszuahnen, welche Firmen Erfolg haben werden, welche Trends unser Leben erreichen oder welche Produkte in diesem Jahr heißbegehrt sein werden. Ich habe die Links gesammelt, gesichtet und sowohl die Schnittmenge gebildet als auch einige aus meiner Sicht spannende Vermutungen hervorgehoben.

Bei folgenden Themen sind sich alle einig:
Big Data, Tablett, 3D Printing, Smart Objects und Online Education

Fast Company arbeitet darüber die Bereiche Smart Smartphone Accessories, Invisible Apps und Experience Economy heraus. Eine Anwendung wäre zum Beispiel die Tobii Rex Eye Tracking Software für Windows 8.

Nico Lumma nennt neben dem Enterprise-Thema Bring your Own Device (BYOD) ebenfalls Online Bildung. Dafür spricht außerdem, dass Third Wave, die Strategen aus Berlin, sich dem Thema ebenfalls in einem “langen Sprint” verschrieben haben.

Der Think Tank L2 vermutet, dass neben Big Data und Tablet im Bereich Instore Upselling mit Hilfe von Smartphones eine große Rolle spielen wird.

David Armano, Stratege bei Edelman, setzt auf Content: “Content may become your company’s most valuable asset in 2013.” Darüber hinaus schätzt er “Cyborg”-Themen als überaus wichtig ein: Google Glass, Sensoren wie Fitbit, Nike Fuelband oder das Jawbone Up, aber auch Sensorik zuhause, wie z. B. Nest.

Neben den schon genannten Themen sieht Soap Creative Bewegung in 2013 durch Crowdfunding Plattformen wie Kickstarter/Indiegogo/Pledgemusic und eine Ausweitung der Marketingaktivitäten auf Plattformen wie TaskRabbit und Uber, eine sehr spannende Nische wie ich finde.

Das Thema Mikrozielgruppen beschäftigt auch Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach in seinem Social Media Ausblick für das Lead Magazin. Die aus dem Artikel ebenfalls hervorgegangene Debatte über Facebook Reichweiternverluste kann man in seinem Blog weiterverfolgen.

Wie in den letzten Jahren hat JWT Intelligence wieder “100 Things to Watch” zusammengestellt und ich habe mir 10 rausgepickt, in Klammern die Nummern zum Nachlesen der Details:
Adult Playgrounds (2), Alternative Brand Currencies (5), Chia Samen (13), Cloaking (15), Flexible Screens (34), Food Sharing e.g Super Marmite (35), Jomo (50), Patchwork Earnings (71), Tablet shopping (88), User based Insurance (93)

Zum Abschluss noch ein paar Themen und Produkte die ich darüber hinaus erwähnenswert finde:

Eine Lampe die mit Gravitation betrieben wird und über mit Crowdfunding finanziert wird.
Nike verlagert seine Social Media Aktivitäten Inhouse.
Der Leap Sensor kommt Anfang 2013, 12.000 Stück sind schon an Entwickler verschickt worden. http://www.theverge.com/2012/12/18/3779310/leap-ships-10000-developer-units-paving-the-way-for-a-2013-launch (Video)

Gute Nachrichten für Social Media Agenturen. Laut einer BVDW-Studie rechnen 50% der Unternehmen mit steigenden Budgets, wobei ein wichtiges Stichwort hier Konsolidierung ist.

Auf geht’s!

Work-Life-Balance? Work-Work-Balance? Eine Träumerei?

Vor knapp 10 Tagen (als es die FTD noch gab) erschien der Artikel “Macht die Arbeit unser Leben kaputt” in der Claus Gorgs und Nikolaus Röttger versuchen Engelchen und Teufelchen zum Thema Work-Life-Balance zu spielen. Versuchen, weil Gorgs pro argumentiert und Röttger sich an der Terminologie stört. Eigentlich sagen beide doch sehr ähnliches:

Das heißt nicht, dass sich jeder nur noch selbst verwirklichen sollte. Lohn setzt Leistung voraus. Aber wir müssen das Umfeld, in dem Leistung entsteht, neu definieren. Den technischen Fortschritt kann niemand zurückdrehen. Es wächst eine ganze Generation heran, die mit permanenter Erreichbarkeit prima zurechtkommt – übrigens auch mit dienstlichen E-Mails am Wochenende. Sie fällt nur nach den gängigen Leistungskriterien durchs Raster, weil sie nicht bereit ist, ihr gesamtes Leben Geld- und Karrierezielen unterzuordnen. Das hat nichts mit Leistungsverweigerung zu tun, sondern mit einer Verschiebung von Prioritäten. Darauf müssen die Unternehmen reagieren, wollen sie nicht eines Tages reihenweise unbesetzte Schlüsselpositionen haben.

Und.

Wir brauchen Chefs, die Verständnis haben, wenn ein Mitarbeiter sein krankes Kind hütet oder ein Streik in der Kita den Dienstplan durcheinanderwirft. Im Gegenzug wird dieser bereit sein, auch mal Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Nur wenn Geben und Nehmen sich ausgleichen, kann eine Kultur des Vertrauens entstehen, die wir für eine moderne Wirtschaft brauchen, in der es keine Frage mehr ist, ob die Work-Life-Balance funktioniert, sondern nur noch, wie.

Und.

Das neue Gleichgewicht ist ein Ausdruck von Selbstständigkeit, das gerade junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um- und antreibt. Darum wird es für Unternehmen entscheidend sein, Work-Life-Balance nicht mehr als Trennung von Job und Leben zu verstehen. Denn das gilt vor allem für die sogenannten Millennials, also all jene, die zur Jahrtausendwende Teenager waren. Sie wollen allein entscheiden, wie und wann sie ihr Projekt machen. Das gaben bei einer Studie von MTV 89 Prozent der Millennials an. Fast genauso viele wollen ihre Kollegen auch als Freunde haben, die überwiegende Mehrheit will in Jeans ins Büro kommen.

Und ich sage dazu: Alles schön und gut, aber wenn der Arbeitgeber nicht gerade Google oder Achtung! heißt, sieht die Welt leider noch ganz anders aus. Ich erinnere hier an meinen vielgelesenen und komplementierten Blogeintrag von vor knapp einem Jahr. Ich schrieb darüber, dass ich es für richtig und wichtig hielt, Raum für wichtiges im Privatleben zu schaffen. Interessanterweise sahen einige Kommentatoren es sogar kritisch, dass ich abends weiterarbeite, wenn tagsüber andere Dinge wichtig sind. Fakt ist aber, dass die wenigsten Unternehmen bereit sind, White Collar Arbeiten so flexibel zu ermöglichen, wie die beiden Autoren das oben beschreiben. Der Arbeitnehmer soll entscheiden können, wie wann und wo er etwas macht? Zuviel Freiraum, den man nicht kontrollieren kann. Am Ende arbeitet er nicht sondern ist die ganze Zeit auf Facebook oder geht Kaffee trinken. Dabei ist vollkommen egal, dass die Kollegen im Büro genau das machen: Morgens ankommen, erstmal eine halbe Stunde Kaffee kochen, dann gucken was auf Facebook so geht, eine Rauchen, Facebook und dann unvorbereitet ins erste Meeting. Und weil es inzwischen kurz vor zwölf ist kann man sich schon mal über das Mittagessen austauschen. Und deshalb muss man dann auch um 18 Uhr noch All-Hands-Meetings machen, weil man vorher nix geschafft hat. Polemik? You tell me.

These: So lange der Chef nicht selbst in der im 2. Zitat beschriebenen Lage war UND dies selbst lebt (statt es nur zu erlauben aber in der eigenen Familie die Frau alles machen zu lassen), wird seine Geduld sehr endlich sein.

Das erste Zitat liest sich – zumindest nach meiner Erfahrung der letzten Wochen – wie eine Utopie. “Das hat nichts mit Leistungsverweigerung zu tun, sondern mit einer Verschiebung von Prioritäten. Darauf müssen die Unternehmen reagieren, wollen sie nicht eines Tages reihenweise unbesetzte Schlüsselpositionen haben.” Es wird immer Leute geben, die mit Elan ins Hamsterrad springen. Das mögen dann nicht immer die besten für den Job sein, aber Hand aufs Herz, als ob das immer der Maßstab wäre…

Ich wurde in Bewerbungsgesprächen dafür gelobt, offen über meine Vorstellung der Arbeitsgestaltung zu sprechen, aber oftmals war das finale Urteil: Wir finden das gut, definitiv auch sinnvoll, können es dir aber nicht bieten (aka: wir suchen Hamster). (Ergänzung: Von der Überlegung “30 Woche” oder so etwas ganz zu schweigen.) Mag sein, dass das auch eine Frage der Branche ist, aber wenn über dieses Thema gesprochen wird, hört es sich meist so an, als ob flexibleres Arbeiten für alle guten Leute an jeder Straßenecke zu finden ist. Und das ist es einfach noch nicht, noch lange nicht. Freelancer, Programmierer und Geschäftsführer können das vielleicht umsetzen, alle anderen fragen sich, ob die Autoren träumen und in einem Paralleluniversum leben.

Um komplett zum Artikel zurück zu kommen: Macht die Arbeit unser Leben kaputt? Natürlich nicht, Arbeit gehört nunmal zum Leben dazu. Man muss sich irgendwie arrangieren, und idealerweise findet man eine Beschäftigung, die einem richtig viel Spaß macht dabei flexibel genug ist, um ein Modell mit Zeit für sich selbst, Familie etc. zu erlauben. Letzteres ist allerdings wie gesagt deutlich schwieriger, als der Artikel darstellt.

(PS: und falls sich jetzt jemand fragt, ob ich gerade auf der Jobsuche bin/dabei bin mich umzuorientieren, bingo, ja. Und nein, ich bin übrigens kein Social Media Berater)

Mobile video – consumption and creation shifts

After I read Mitch Joel’s post on the shift of YouTube consumption from desktop to mobile from last night I immediately checked the source to see if it had more information on how the YouTube iPad app is assessed. Or any tablet for that matter. It didn’t have any. Do they consider tablet views mobile? Probably and it would explain the increase from 6% to 25%.

I do agree with him that viewing videos on smartphones is not the same as watching on a flat-screen, or just a laptop (side-note: i can’t wait to try the new mirroring feature and catch up on my “to watch bookmark list” – not on the desktop but the big screen).  The whole Airplay-technology is just mindboggling if you think about it, doing with video what we first were able to do with audio, switching podcast consumption from the headphones to the appartment-stereo with a button.

Mitch’s later points on issues with geolocation I only know too well since a lot of YouTube content is blocked in Germany due to licensing issues with local bodies. To often we don’t use the Store or YouTube on the Apple TV  but hook up a laptop with HotSpot Shield to circumvent the IP-restrictions. That aside, regular television interrupted with commercials almost never happens anymore in this household.

The mobile shift also extends to creation. I have to really think about when I last took out that old FlipCam, probably last time I recorded an Speaking English Podcast (sorry for the long summer break!). In the meantime, camera and software for the iPhone have become very powerful, be it social video apps like Viddy, Socialcam and Klip TV, or simpler Apps like Givit, Gifture (sadly this app never worked so far) or Cinemagram. Combine that with the iMovie app and you are in trouble justifying the extra configuration – remember when you chose the MacBook Pro over the MacBook because you needed the power for video?

Aided by artists who are figuring out the power in their own hands (e.g. Fred Durst/Limp Bizkit; Britney Spears) the mobile revolution extends from consuming video to creating it.

If you are wondering what the role of brand marketing can be in this space you are probably not alone.

Man muss es nicht jedem recht machen.

Heute mal etwas Aphoritmik. Ich hab vergessen, wo Seth Godin das gesagt hat.

If you want to be remarkable, you have to go to an edge, and going to an edge means alienating some people. If you’re not alienating them, you’re just playing greatest hits.

Quasi “Wenn man immer versucht in die Fußstapfen anderer Leute zu treten wird man sie nie überholen” anders rum. Nun muss man natürlich zugeben, dass es genügend Leute gibt, die mit ‘Greatest Hits’ sehr gut fahren. Man muss sich aber vorher überlegen, ob zum 10000. Mal “1000 mal Du” und “Solang man Träume noch Leben kann” beim Betriebsfest der Sparkasse Wanne-Eickel dem persönlichen Traum von Rock’n’Roll entspricht…

Bahncard-Werbung: Da hat wohl jemand das Produkt nicht verstanden

Was ist falsch an diesem Bild? (Spot)

Seit 20 Jahren unverändert. Das ist ja eine tolle Idee. Die Fotos, weil auf jeder Bahncard ein Foto ist. So kann man sehen, wie die Bahncard-Inhaber gealtert sind.
Echt blöd nur, dass es die 20-Jahre-alten Bahncards gar nicht gibt da Kinder bis 14 Jahren umsonst fahren und demzufolge gar keine Bahncard brauchen.