Mitte dreißig

Die ursprünglich geplanten (und geklauten) Weekly Notes pendeln sich monatlich ein, soll mir recht sein.

Letzten Sonntag vor dem Tatort waren der Nachbar und ich wieder joggen und diskutierten so die Wehwehchen, die man mit Mitte 30 so mit sich rumträgt und was es so im Bekanntenkreis für Hiobsbotschaften gesundheitlicher Art gab. Danach noch ein bisschen Stretchen, die Einsicht, dass es nur wenige Tatorte gibt, die man sich anschauen muss (dieser Sonntag gehörte nicht dazu), und Ruhe bevor ein neuer Abschnitt beginnt.

Seit letzter Woche hat meine liebe Gattin wieder einen aushäusigen Schreibtisch, genauer gesagt am Zentrum für Demokratie und Friedensforschung (ZeDF) an der Uni Osnabrück und wird dort zwei Tage die Woche sein. Im Gegenzug reduziere ich meine Stunden so, dass ich an diesen Tagen die Kids vom Kindergarten abholen kann. Auf die Sprüche wie “halben Tag frei” oder “bist du krank” bin ich seelisch vorbereitet, freu mich sehr auf die Nachmittage mit den beiden, das Wetter wird ja auch eher wärmer. Die Crux wird sein, die reduzierten Stunden nicht am Abend nachzuarbeiten – das ist ja nicht der Sinn. Pitch ist immer anders, aber Pitch ist ja nicht immer. Aber da habe ich ja auch jemanden, der mich an mich erinnert…

Interessant ist immer noch, wie sehr sich die Interessen und Motivationen verschieben. Der English-Podcast läuft – allerdings ohne mich. Ein neues Video ist überfällig und obwohl es mich nur 20 Minuten Zeit kosten würde, komme ich nicht aus dem Quark. Stattdessen lese ich lieber über Unternehmensstrukturen, Wirtschaftswachstum oder Basketball. Und ich gucke wieder mehr NHL-Eishockey (gut zum Beispiel beim Spülmaschine ausräumen oder Wäsche zusammenlegen).

Musikmachen ist definitiv weiter in den Vordergrund gerückt. Aus meinen Auditions Ende letzten/Anfang diesen Jahres ist ja nichts geworden, dafür macht es bei den alten Herren um so mehr Spaß. Ich werde mich jetzt (äh, ja genau) selbst aktiv auf die Suche machen, auch über diese kleine Seite hier. (Die hat jetzt übrigens ein neues Antlitz bekommen, auch nicht so richtig hübsch aber man schlägt sich so durch.) Musik jedenfalls. Ich höre wieder sehr, sehr viel, immer noch die neue Flying Colors, dafür kaum noch Podcasts gerade. Eine von den Bands wo ich vorgespielt habe hat jetzt gerade die ersten Gigs. Ich wünsch ihnen viel Erfolg, bin aber auch sicher, im Nein-Sagen die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Bei einer am anderen Trio waren wir verblieben mit “ja, wir melden uns in zwei Wochen” und keiner hats gemacht. Wohl eindeutig.

Nun denn, das Leben geht weiter. Gut.