Ich kann’s nicht mehr hören, diese Benimmregelaufstellungen

Diese ewigen Besserwisser, die meinen, Benimmregeln fürs Internet aufstellen zu müssen. Könnt ihr eure Klicks nicht origineller generieren?

Ich bin mir der Ironie bewusst, dass ich diese Blogs und Benimmregeln nicht lesen müsste. Aber es nervt einfach, wenn dann die üblichen Verdächtigen auf den Zug aufspringen und meinen, dass das ganz richtig so sei und man das ja selbst auch nie anders gemacht hätte. Wo bleiben denn die Hinweise darauf, dass es total uncool ist, wenn Leute 5x den Friend Request abschicken? Warum schreibt niemand, dass es nervt, wenn Enrico Schütze einem nicht nur mit 7 Twitter Accounts folgt, sondern dies auch jede Woche wieder neu bestätigt? Warum hängt ihr euch an diesem Popelkram wie “Bietet Mehrwert” auf? Wenn die Leute das nicht tun, werden sie schon sehen, was sie davon haben, sie Video. Etiquette beim Social Networken? Wie wäre es, wenn es erstmal “in echt” höflicher wird: lesenswerter Rant von Mathias Richel

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  • http://www.opensourcepr.de Tapio Liller

    Stichwort Friend Request. Du hast mich gestern zu diesem Post inspiriert. http://nebelhorn.posterous.com/foursquare-und-gowalla-sind-nicht-twitter-war

  • http://www.sebastiankeil.de planetsab

    Mensch, den hab ich übersehen. Danke für den Hinweis. Vielleicht ist das eine neue Seite, da werden einfach die Twitter-Namen von Menschen gepostet, die das machen oder neuen Followern automatisch Willkommens-DMs schicken.

  • http://glycerine.blog.de Andrea

    Oh ja. Friend Requests … Du sprichst mir aus der Seele!

  • http://www.sichelputzer.de Mike Schnoor

    Wundervolles Video. Seelenverwandter :)

  • Pingback: Social Ego Media – wir machen, was wir wollen! | Telagon Sichelputzer()

  • http://bertdesign.de Markus

    Super Video, du liegst damit absolut richtig! Aber hast du da am Ende etwa eine “Nicht retweeten”-Regel aufgestellt? 😛

  • Pingback: Dieser Eintrag kreist um sich und seine Irrelevanz. | bertdesign.de()

  • http://www.clemensweins.de Clemens

    Jupp, ich bin mir deiner Ironie auch bewusst und bin gerade zum Schluss gekommen, dass ich garnicht erst anfangen muss dir zu zuhören, weil ja keiner keinem zuhören muss, und keiner sich aufregen muss, aber dann auch keiner mehr schreiben muss, weil der andere ja nicht mehr zuhört und wir uns nicht mehr aufregen, und wir uns Videos machen, um dann nochmal zu schreien, dass es uns doch aufregt, obwohl wir uns ja nicht aufregen wollen, weil uns der Inhalt ja nicht interessiert, über den wir reden. Hä? Du merkst, auch du hättest vielleicht der guten alten Regel folgen sollen: Reden ist silber, Schweigen ist Gold.

    Denn sind wir mal ehrlich: Dein eigentliches Problem ist, dass du dich darüber aufregst, dass es Menschen gibt, die mit den trivialsten Dingen Aufmerksamkeit, Follower und “Friends” auf sich ziehen, während du jeden Tag auf deiner Couch sitzt und darüber nachdenkst, was du jetzt geiles schreiben könntest, damit dich mehr Leute hören. Denn: Es kann ja wohl nicht sein, dass der mit seinem “trivialen Scheiß” so viel Aufmerksamkeit bekommt – nö, nö, nö… ein bisschen wie der Suppenkasper, findest du nicht?

    Wünsch dir was!

  • http://www.sebastiankeil.de planetsab

    @Anja, Mike, Markus danke fürs Feedback zum Video
    @Clemens genau 😉

  • http://www.webwriting-magazin.de/ Claudia / Berlin

    Du meinst also, es dürfe in der schönen neuen social-media-Welt niemand mehr irgend jemanden kritisieren? Weil “klick und weg” ja reicht?

    Eine steile, sehr zeitgeistige “oberste Direktive”!

    Dass aber “keiner lesen” will, was Menschen über ihre Social-Media-Erfahrungen DENKEN, stimmt definitiv nicht.

    Ich fand die von dir kritisierten/zitierten/verlinkten “Benimmregeln” (“wie man seine Freunde nicht vertreibt”) lesenswert – genau wie den von Tapio Tiller oben verlinkten Text über “Warum ich Kontaktanfragen ablehne”.

    Und auch deinen Beitrag find ich interessant, genau wie das Video: im Grunde gehört das alles zum selben Genre, nämlich zum “HowTo in SocialMedia” – wobei jeder genau das gleiche Recht hat, seine Sicht der Dinge zum Besten zu geben. Egal, ob per Mail, PN, Tweet, Blogposting, Statusmeldung, TopTen, Videoansprache (=das Wort zum Mittwoch) oder in Steintafeln gehauen, wenn man da Bock drauf hat.

    Auch DU musst dieses Zeug ja nicht lesen…. :-)

  • Chräcker

    Hn. Versteh nicht, wieso Du, wenn Dich die ganzen Leute, die Dir Benimmregeln und vor allem hier ja wohl eher Benutzerregel aufdrücken wollen (ja, das kann(!) nerven), nicht einfach raus nimmst aus Deinem Info-Coctail. Da gibts ein Video zu, da schlägt einer genau das dann vor zu tun. Irgendwo auf dieser Seite, meine ich.

    Was Kommentare und Kritik, in (Achtung: Benimmregel!) leidlich anständigem Tonfall angeht, pflegte man früher zu sagen: wer auf eine Bühne hüpft, muß mit Tomaten rechnen.

  • http://www.sebastiankeil.de planetsab

    @Claudia Jeder kann machen was er will. Ich hab nur gesagt, was mir nicht passt. Und – wie gesagt – bin mir der Ironie bewusst. Und wenn mich jemand Hypocrit nennt, bitte.
    @Chräcker Guter Punkt, ich könnte praktizieren, was ich predige. Vorgestern Abend stand mir der Kopf aber eher nach einem Video. Was nicht ist, kann ja noch werden. Schließlich: Ich hab kein Problem mit Tomaten.

  • http://www.hobby-garten-blog.de/ Heiner

    Nur mal interessehalber – wieso folgst Du nicht Deinem eigenen Rat und kündigst das Abonnement der ungeliebten Besserwisser???

  • http://www.sebastiankeil.de Sebastian

    @Heiner siehe oben

  • http://blog.netplanet.org Besim Karadeniz

    Benimm ist das, was anderen auffällt, wenn du unauffällig bist. Das schließt ja nicht aus, dass man durchaus auffällig werden kann, wenn es anderen nicht auffallen kann. 😉

  • http://www.stylewalker.net Thomas

    Ganz ehrlich, die Regeln sind doch ganz einfach: Solange ihr mir nicht auf den Sack geht, könnt ihr machen was ihr wollt.

  • http://www.ichmirmich.de Andre

    Macht doch einfach alle was ihr wollt…man kann auch alles totdiskutieren.

  • http://kosmar.de kosmar

    wie anstrengend. danke, dass du dich damit aufhälst.

  • http://www.marketing-blog.biz Frank

    He, Sebastian. Vielen Dank. Ich fand den verwendeten Terminus “Content-Cocktail” so geil. Ich hab mir direkt die Domain http://www.content-cocktail.com gesichert. http://www.nervt-nicht-mit-irgendwelchen-top-ten-listen.de ist aber noch zu haben.
    Nein, es gibt keine Umsatzbeteiligung.

  • http://www.hediyeevsan.com Hediye Evsan

    Leute ruhig bleiben und das Internet genießen. :)

  • Pingback: Die Höflichkeit der Informationen. | Mathias Richel()

  • phossi

    YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES
    und wenn Dir der Kommentar nicht gefällt, dann kannst Du ihn blocken.

  • http://www.kunst-frau.de LadyArt

    …in einem gigantischen becken von unendlich vielen wild dahinhuschenden fischen, (die Platform ist allerdings ein Monitor und die Hinterwelt ist in der Dimension der Ideenmonominimalenplanhaftigkeit bei allen “fast” gleich), schwimmt die vielfalt bis zur unendlichen gleichheit, unendlich wichtig herum…
    diesmal ist es allerdings als wäre die Welt bevölkert von bildzeitungsreportern, die alle für diese eine seelenexhibitionistische sekunde, die kamera und den rockschoß heben…

  • http://www.clemensweins.de Clemens

    Hab einen Fisch gefangen: @LadyArt, eine Comic-Kritikerin der Neuzeit! Überfordert die Zeichen zu lesen, so dass sie aus ihrer Verzrweiflung heraus alles für Niveaufrei erklärt – auch der Schirrmacher-Komplex genannt.

    Nein @LadyArt, Comics machen nicht blöd!

  • http://www.kunst-frau.de LadyArt

    @Clemens,
    nix du lesen zeichen genau, clemens, vielleicht noch einmal lesen, und humor vielleicht in gedankenkomplex miteinbaun, wär gut, wenn gelänge…

  • http://www.clemensweins.de Clemens

    Was soll ich sagen: Heiter kommt weiter! Gewollter Humor wirkt gezwungen!

    Oder wie sagt man so schön auf Parties: Sorry, aber, war nicht witzig, wenn witzig gewesen sein soll.

    Aber im Prinzip: ist schon ok!