Urlaub mit dem fast Zweijährigen

Merlix’ Blick in die Glaskugel hatte mich nur ein bisschen abgeschreckt, denn auch wir haben nur wenige Monate vor dem zweiten Geburtstag noch die Chance genutzt, Junior zu seinem zweiten Flug und ersten Stempel zu verhelfen: Israel

Dank Tuifly.com war das ganze günstig, mit deutlich einfacheren Sicherheitskontrollen zu bewältigen als bei El-Al oder Israir und insgesamt ein gutes Flugerlebnis. Abflugszeiten waren einmal um 21 Uhr und einmal 1.30 Uhr, so dass der kleine die meiste Zeit geschlafen hat. Ansonsten war unsere Devise, das kriegt er schon hin.

Und so war es dann auch: Seine Tags für Tel Aviv waren Meer, Welle, Laut, Wau-Wau und Roller. Die Zeit am Strand hat er genossen, den Mittagsschlaf auch, wir haben entweder auch geschlafen oder gelesen – oder er schlief dort, wo wir gerade waren, z. B. im Museum Tel Aviv. Viel trinken und vor allem trinken lassen: Seit dem Urlaub trinkt er perfekt aus dem Becher, gern auch mal einen Becher Limonade (dort hausgemacht) auf ex.

Natürlich gab es Zeiten, in denen er aufgedreht war, da haben wir ihn sich abdrehen lassen, wir hatten ja nichts vor. Spät essen gehen war kein Problem; wir wollten vermeiden um 19 Uhr (normale Schlafengehzeit) immobil auf dem Zimmer zu sein. Ergo mitgenommen, mitgegessen und auf dem Nachhauseweg eingeschlafen. Das war an fast allen Tagen so, er hat sich zurück in Deutschland nach zwei Tagen wieder zurückgestellt, wobei man der Fairniss halber sagen muss, am zweiten Tag zurück hat er morgens aus-, mittags eine Stunder länger und abends nochmal früher geschlafen, da gab es also Nachholbedarf.

Jerusalem war ebenfalls klasse, die unterschiedlichen Sounds am Markt oder während der Rufzeiten der Muezzin haben ihn fasziniert. Am Ende hat er wie wir mittags sein Fladenbrot gerissen und in den Humus getunkt. Die Hochzeit (der eigentliche Reiseanlass) war etwas lang, da war gegen 20 Uhr Ende seiner guten Laune, aber das war nur verständlich. Sein erster Sleep-over (auch noch mit einem Mädchen) verlief problemlos, wir hatten sogar noch etwas zu lachen: Beide Kids ins Bett gebracht, alles ruhig, wir harren, ob das so bleibt. Junior ist noch nicht so weit, gibt laut. Nochmal. Darauf dann ein festes hebräisches “halts Maul” aus dem anderen Bett, das hat sich dann ein paarmal wiederholt, was haben wir gelacht…

Die Rückreise war etwas anstrengend, weil später Abflug und Junior hatte nicht wirklich Lust, vorher zu schlafen: das Kind bis 12 uhr nachts zu bespaßen ist dann mal ein anderer Schnack…

Alles in allem aber Tage wie alle anderen auch. Einfach machen, die kleinen machen schon mit. Und Riesenentwicklungssprünge!