Re:publica 09 – Shift happens. In einigen Köpfen mehr als in anderen

Für mich haben sich die zwei Tage Berlin voll gelohnt. Punkt. Ich versuche mal, die ganzen kritischen Kommentare von anderen Bloggern auszublenden, denn ich habe die von Spreeblick und newthinking organisierte 3. re-publica anders wahr genommen. Vielleicht liegt das daran, dass ich meine eigene Agenda hatte und nicht gekommen war, um mich berieseln zu lassen. Vielleicht daran, dass das Wetter super war. Vielleicht auch daran, dass das WiFi nicht funktioniert und die Ablenkung von den Vorträgen gering war.

Über den Präsentationsstil von Lawrence Lessig wurde schon viel geschrieben. Schön, wenn es dennoch der Inhalt ist, der heraussticht. Und um so besser, wenn der Call-to-Action auf fruchtbaren Boden fällt. Ich werde also an … schreiben und ich hoffe, viele andere werden das auch tun. Wie erwartetet haben Markus Beckedahl und sein Team dafür alles schon vorbereitet. Mitmachen.
<Einschub> Es geht um die zur Abstimmung stehende Verlängerung des Urheberrechts von 50 auf 95 Jahre. Dies macht keinen Sinn…
…weil durch die Verlängerung nur die ohnehin schon reichen Künstler profitieren würden, die, deren Musik auch 50 Jahre nach ihrem Tod noch gespielt wird.
…weil die Musik die in Vergessenheit geraten ist, aufgrund von Urheberrechten nicht so einfach der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann, weiter in Vergessenheit gerät, und nach 95 Jahren die Speichermedien des 20. Jahrhundert versagen werden.
</Einschub>
Von Cory Doctorow hatte ich nicht unbedingt ein Vorstellung, diese wurde übertroffen 😉 Logisch, witzig und emotional sprach auch er über Kopien, Copyright, intrinsische Design-Fehler und verließ ebenfalls mit einem Call-to-Action die Bühne, nämlich das Telekom-Paket zu stoppen.
Ich habe erst mal einen Termin mit Markus Beckedahl gemacht, ein Kanal 14-Interview wird hoffentlich bald folgen.

Ich habe auch zwei Kritikpunkte, die haben aber nichts mit WiFi oder angeblicher Selbstbeweihräucherung zu tun. In der Kalkscheune gab es schlicht zu wenig Mülleimer und ich vermisste das ständig auf Monitoren angezeigte Programm. Meinetwegen hätte auch ein Poster gereicht, aber hier wäre Old School mehr gewesen.

Ein kleiner Hinweis sei mir gestattet, und nicht nur, weil ich Englisch studiert habe.

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Und dann war da noch Poken. Ich hab das Ding ehrlich gesagt noch nicht an den Computer angeschlossen. Aber morgen mal dem Chef davon erzählen.

Und der “Freitag”. Ich habe die verteilte Ausgabe mitgenommen, mit dem Versprechen (mir gegeben), sie auch zu lesen. Hat keine 10 Minuten gedauert.

Weitere Blog-Artikel zur re:publica (Auswahl), da kann man dann auch den Spagat zwischen “Nix neues. Selbstbeweihräucherung. Kein WLAN” bis zu “Lästern ohne selbst besser machen ist doof” verfolgen. Im Endeffekt ist so ne Konferenz aber wie ein RSS-Feed. Man muss nicht hingehen. Man muss sogar noch nicht mal drüber lesen…

Ix
Thomas Knüwer
Patrick Breitenbach
Don Dahlmann
Mäandertal
Fefe
Carta
D-News
Spindoctor
Oliver Gassner

Fazit von Johnny: