Von Quoten-Familienmännern in den Medien und mangelnder Infrastruktur für ‘anders’ arbeitende Familien

(Es brodelt schon seit einer Weile in mir, es drängt sich auf, einen Nachfolge Artikel zu “Work-Life Balance? Work-Work-Balance? eine Träumerei?” zu schreiben. Weil das Thema offensichtlich aktuell ist, weil jeder eine Meinung hat und weil ich inzwischen weitere Erfahrungen gesammelt habe, von denen ich berichten möchte.)

Das Konstrukt Arbeit wird sich einerseits weiter verändern (less jobs), gleichzeitig muss die Arbeit Spaß machen: Langeweile ist der größte Zufriedenheitskiller. Diese beiden Aspekte sind aber nicht der Kern der aktuellen Debatte, die auch nicht wirklich was mit Marissa Mayers Entscheidung zu tun hat, das Yahoo-Mitarbeiter nicht mehr per se von zuhause arbeiten dürfen. Wobei ich wie man sich denken kann Richards Bransons und Gail Beckers (Edelman) Reaktion zustimme. Gleichzeitig gehe ich aber davon aus, dass Mayer ihre Arbeit gründlich macht und sich die Zahlen sehr genau angeschaut hat. Und vielleicht ist das auch eine Kulturentscheidung, wenn auch keine besonders populäre. Fakt ist aber in diesem Fall auch: Yahoo hat nicht performt, und Google (Mayers vorheriger Arbeitgeber) die Welt verändert.

Hier ist der Kern:

Die deutsche Arbeitswelt und Bürokratie ist null gerüstet für die moderne Familie.

In Worten: Null. Die Story von Ingo Kucz in der ZEIT liest sich toll, ist aber eine Ausnahme. Genauso der Quoten-Familienmann wie die Frauen in Vorstandsetagen. Das Thema ist aber En Vogue, also braucht man positive Beispiele. Die Realität sieht aber eher so aus wie bei Anette Göttlicher, die arbeiten will aber von allen Seiten Steine in den Weg gelegt bekommt. Oder bei Maxim Loick, der nicht versteht, warum man mit einer “weniger als 40-Stundenwoche” im Job nicht so ernst genommen wird wie mit 40 Stunden?

Wolfgang Lünenbürger schrieb am Wochenende “Es muss sich etwas ändern in der Organisation von Arbeit. Und das tut es auch. Das treiben aber gar nicht diese Millennials, die sich gerade für Trendsetter halten – sondern die Menschen, die Kinder bekommen und trotzdem weiter arbeiten (wollen und werden)” allerdings kann ich das ‘(und werden)‘ so nicht unterschreiben. Die Anzahl der Arbeitgeber, die 32 Stunden bei gleichbleibend angemessener Position und Gehalt unterstützen, lässt sich an wenigen Fingern abzählen. Let’s be honest: Alle Berichte, die das Gegenteil behaupten, haben auch nur ein Quotenbeispiel gefunden. Viel schlimmer aber ist, dass bei all den Reformen, die Frau von der Leyen etc. voran getrieben haben, die Behörden null auf diese veränderte Familienaufstellung vorbereitet war und sich wenig bis gar nicht anpasst. Im System von Checkboxen und Pflichtfeldern gibt es immer noch keine Formeln für wechselnde Berufsformate. Der Antrag für einen KiTa-Platz braucht mehr Papierkram als 10 Kontoeröffnungen. Sobald das Finanzamt “Arbeitszimmer” trotz fester Anstellung liest, fordert es per se erstmal alle Unterlagen ein – das kann ja so nicht in Ordnung sein. Man kann von Glück sagen, dass Krankenkassen Jobwechsel von angestellt in frei so einfach handhaben, andererseits lassen sie sich diesen Komfort aber auch königlich bezahlen. Und wer dann noch versucht eine neue Wohnung zu finden oder Unterstützung beim Wohnungsbau möchte kann entweder gleich wieder umdrehen oder sich warm anziehen. Kein ‘normaler, profitorientierter’ Vermieter zieht die Familie mit den Teilzeitarbeitenden/Freiberuflern vor. Und beim Wohnungsbau zählt nur, was unterm Strich dabei rauskommt, nicht das wie und die Hintergründe. Pech gehabt.

Ich habe Glück gehabt, ich habe inzwischen einen Arbeitgeber, der akzeptiert, dass ich auch Familie habe, der versteht, dass Kinder plötzlich krank werden. Vermutlich, weil es ein inhabergeführter Laden ist und die GFs alle auch Kinder haben. Der Witz: Ich muss erstmal verlernen, ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn der gesamte Tag über den Haufen fliegt, weil jemand krank ist.

Unsere Enkel werden uns bei den Anekdoten zum Aufwand von Familie 2.0 so angucken, wie wir unsere Omas, wenn sie von den 5 km Fußmärschen hin- und zurück zur Schule erzählten. “Mit was für Quatsch ihr euch rumplagen musstet” werden sie sagen und sich bei der Zubereitung unseres Seniorenmenüs ganz selbstverständlich in eine Telefonkonferenz einloggen.

2013 preview: 3 words and other thoughts

Well, I don’t think I had words for 2012 but in hindsight the key topics were music, family and work – I’ll explain briefly below.

2013 looks great so far and my three words are as follows (other people’s words: Mitch Joel, C.C. Chapman, Chris Brogan, Chris Penn, and if you look in the comments of these posts you can find a lot more):

Momentum: There are a couple of things/projects right now on the cusp of either launch or already proving to be very rewarding for me, starting with a new job. I need to continue working on them, cutting unnecessary clutter or projects which are weighing heavily or slowing down.

Breathe: I had ‘breathe’ as my main and first word when I started mapping this out. I need to continue to find breaks of ‘me’-time, catch my breath, listen to my surroundings,  ideally meditate, be patient and take care of my health, too.

Play: Music has been the catalyst of last year for sure (see below) and it has to continue to be as it pulls the other two words into one. New songs have come for the first time in many years and I wan to build on that.

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In 2012, I was very busy work-wise but left that position after the summer holidays and really took my time to find a new fit. It was hard at times to be patient but I think it will pay off wonderfully.
Being out of work left me with time to be with my wife and children and tackle different projects like cleaning out the basement, putting up rabbit wire. And time to reflect the last 12 years of working in PR and advertising, goals and myself which was a good thing.
Finally music. I found a new band in which I play bass and got to go back on stage after a 18 year hiatus and we’re playing regularly and it is loads of fun. It is a test too, scrambling to get to three hours worth of music in my head and trying to fit in playing in a nightclub with a working day schedule.

Work-Life-Balance? Work-Work-Balance? Eine Träumerei?

Vor knapp 10 Tagen (als es die FTD noch gab) erschien der Artikel “Macht die Arbeit unser Leben kaputt” in der Claus Gorgs und Nikolaus Röttger versuchen Engelchen und Teufelchen zum Thema Work-Life-Balance zu spielen. Versuchen, weil Gorgs pro argumentiert und Röttger sich an der Terminologie stört. Eigentlich sagen beide doch sehr ähnliches:

Das heißt nicht, dass sich jeder nur noch selbst verwirklichen sollte. Lohn setzt Leistung voraus. Aber wir müssen das Umfeld, in dem Leistung entsteht, neu definieren. Den technischen Fortschritt kann niemand zurückdrehen. Es wächst eine ganze Generation heran, die mit permanenter Erreichbarkeit prima zurechtkommt – übrigens auch mit dienstlichen E-Mails am Wochenende. Sie fällt nur nach den gängigen Leistungskriterien durchs Raster, weil sie nicht bereit ist, ihr gesamtes Leben Geld- und Karrierezielen unterzuordnen. Das hat nichts mit Leistungsverweigerung zu tun, sondern mit einer Verschiebung von Prioritäten. Darauf müssen die Unternehmen reagieren, wollen sie nicht eines Tages reihenweise unbesetzte Schlüsselpositionen haben.

Und.

Wir brauchen Chefs, die Verständnis haben, wenn ein Mitarbeiter sein krankes Kind hütet oder ein Streik in der Kita den Dienstplan durcheinanderwirft. Im Gegenzug wird dieser bereit sein, auch mal Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Nur wenn Geben und Nehmen sich ausgleichen, kann eine Kultur des Vertrauens entstehen, die wir für eine moderne Wirtschaft brauchen, in der es keine Frage mehr ist, ob die Work-Life-Balance funktioniert, sondern nur noch, wie.

Und.

Das neue Gleichgewicht ist ein Ausdruck von Selbstständigkeit, das gerade junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um- und antreibt. Darum wird es für Unternehmen entscheidend sein, Work-Life-Balance nicht mehr als Trennung von Job und Leben zu verstehen. Denn das gilt vor allem für die sogenannten Millennials, also all jene, die zur Jahrtausendwende Teenager waren. Sie wollen allein entscheiden, wie und wann sie ihr Projekt machen. Das gaben bei einer Studie von MTV 89 Prozent der Millennials an. Fast genauso viele wollen ihre Kollegen auch als Freunde haben, die überwiegende Mehrheit will in Jeans ins Büro kommen.

Und ich sage dazu: Alles schön und gut, aber wenn der Arbeitgeber nicht gerade Google oder Achtung! heißt, sieht die Welt leider noch ganz anders aus. Ich erinnere hier an meinen vielgelesenen und komplementierten Blogeintrag von vor knapp einem Jahr. Ich schrieb darüber, dass ich es für richtig und wichtig hielt, Raum für wichtiges im Privatleben zu schaffen. Interessanterweise sahen einige Kommentatoren es sogar kritisch, dass ich abends weiterarbeite, wenn tagsüber andere Dinge wichtig sind. Fakt ist aber, dass die wenigsten Unternehmen bereit sind, White Collar Arbeiten so flexibel zu ermöglichen, wie die beiden Autoren das oben beschreiben. Der Arbeitnehmer soll entscheiden können, wie wann und wo er etwas macht? Zuviel Freiraum, den man nicht kontrollieren kann. Am Ende arbeitet er nicht sondern ist die ganze Zeit auf Facebook oder geht Kaffee trinken. Dabei ist vollkommen egal, dass die Kollegen im Büro genau das machen: Morgens ankommen, erstmal eine halbe Stunde Kaffee kochen, dann gucken was auf Facebook so geht, eine Rauchen, Facebook und dann unvorbereitet ins erste Meeting. Und weil es inzwischen kurz vor zwölf ist kann man sich schon mal über das Mittagessen austauschen. Und deshalb muss man dann auch um 18 Uhr noch All-Hands-Meetings machen, weil man vorher nix geschafft hat. Polemik? You tell me.

These: So lange der Chef nicht selbst in der im 2. Zitat beschriebenen Lage war UND dies selbst lebt (statt es nur zu erlauben aber in der eigenen Familie die Frau alles machen zu lassen), wird seine Geduld sehr endlich sein.

Das erste Zitat liest sich – zumindest nach meiner Erfahrung der letzten Wochen – wie eine Utopie. “Das hat nichts mit Leistungsverweigerung zu tun, sondern mit einer Verschiebung von Prioritäten. Darauf müssen die Unternehmen reagieren, wollen sie nicht eines Tages reihenweise unbesetzte Schlüsselpositionen haben.” Es wird immer Leute geben, die mit Elan ins Hamsterrad springen. Das mögen dann nicht immer die besten für den Job sein, aber Hand aufs Herz, als ob das immer der Maßstab wäre…

Ich wurde in Bewerbungsgesprächen dafür gelobt, offen über meine Vorstellung der Arbeitsgestaltung zu sprechen, aber oftmals war das finale Urteil: Wir finden das gut, definitiv auch sinnvoll, können es dir aber nicht bieten (aka: wir suchen Hamster). (Ergänzung: Von der Überlegung “30 Woche” oder so etwas ganz zu schweigen.) Mag sein, dass das auch eine Frage der Branche ist, aber wenn über dieses Thema gesprochen wird, hört es sich meist so an, als ob flexibleres Arbeiten für alle guten Leute an jeder Straßenecke zu finden ist. Und das ist es einfach noch nicht, noch lange nicht. Freelancer, Programmierer und Geschäftsführer können das vielleicht umsetzen, alle anderen fragen sich, ob die Autoren träumen und in einem Paralleluniversum leben.

Um komplett zum Artikel zurück zu kommen: Macht die Arbeit unser Leben kaputt? Natürlich nicht, Arbeit gehört nunmal zum Leben dazu. Man muss sich irgendwie arrangieren, und idealerweise findet man eine Beschäftigung, die einem richtig viel Spaß macht dabei flexibel genug ist, um ein Modell mit Zeit für sich selbst, Familie etc. zu erlauben. Letzteres ist allerdings wie gesagt deutlich schwieriger, als der Artikel darstellt.

(PS: und falls sich jetzt jemand fragt, ob ich gerade auf der Jobsuche bin/dabei bin mich umzuorientieren, bingo, ja. Und nein, ich bin übrigens kein Social Media Berater)

Mitte dreißig

Die ursprünglich geplanten (und geklauten) Weekly Notes pendeln sich monatlich ein, soll mir recht sein.

Letzten Sonntag vor dem Tatort waren der Nachbar und ich wieder joggen und diskutierten so die Wehwehchen, die man mit Mitte 30 so mit sich rumträgt und was es so im Bekanntenkreis für Hiobsbotschaften gesundheitlicher Art gab. Danach noch ein bisschen Stretchen, die Einsicht, dass es nur wenige Tatorte gibt, die man sich anschauen muss (dieser Sonntag gehörte nicht dazu), und Ruhe bevor ein neuer Abschnitt beginnt.

Seit letzter Woche hat meine liebe Gattin wieder einen aushäusigen Schreibtisch, genauer gesagt am Zentrum für Demokratie und Friedensforschung (ZeDF) an der Uni Osnabrück und wird dort zwei Tage die Woche sein. Im Gegenzug reduziere ich meine Stunden so, dass ich an diesen Tagen die Kids vom Kindergarten abholen kann. Auf die Sprüche wie “halben Tag frei” oder “bist du krank” bin ich seelisch vorbereitet, freu mich sehr auf die Nachmittage mit den beiden, das Wetter wird ja auch eher wärmer. Die Crux wird sein, die reduzierten Stunden nicht am Abend nachzuarbeiten – das ist ja nicht der Sinn. Pitch ist immer anders, aber Pitch ist ja nicht immer. Aber da habe ich ja auch jemanden, der mich an mich erinnert…

Interessant ist immer noch, wie sehr sich die Interessen und Motivationen verschieben. Der English-Podcast läuft – allerdings ohne mich. Ein neues Video ist überfällig und obwohl es mich nur 20 Minuten Zeit kosten würde, komme ich nicht aus dem Quark. Stattdessen lese ich lieber über Unternehmensstrukturen, Wirtschaftswachstum oder Basketball. Und ich gucke wieder mehr NHL-Eishockey (gut zum Beispiel beim Spülmaschine ausräumen oder Wäsche zusammenlegen).

Musikmachen ist definitiv weiter in den Vordergrund gerückt. Aus meinen Auditions Ende letzten/Anfang diesen Jahres ist ja nichts geworden, dafür macht es bei den alten Herren um so mehr Spaß. Ich werde mich jetzt (äh, ja genau) selbst aktiv auf die Suche machen, auch über diese kleine Seite hier. (Die hat jetzt übrigens ein neues Antlitz bekommen, auch nicht so richtig hübsch aber man schlägt sich so durch.) Musik jedenfalls. Ich höre wieder sehr, sehr viel, immer noch die neue Flying Colors, dafür kaum noch Podcasts gerade. Eine von den Bands wo ich vorgespielt habe hat jetzt gerade die ersten Gigs. Ich wünsch ihnen viel Erfolg, bin aber auch sicher, im Nein-Sagen die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Bei einer am anderen Trio waren wir verblieben mit “ja, wir melden uns in zwei Wochen” und keiner hats gemacht. Wohl eindeutig.

Nun denn, das Leben geht weiter. Gut.

A long musical story about 4 1/2 almost perfect minutes

(the writing might be slightly inspired by three books I read recently: Gentlemen, we’re living on the edge, Red, and Home Ice)

As a musician I am not very complicated. I have somewhat high standards in regards to the people I play with, yes, but when it comes to myself I don’t think I suffer from lead guitarists disease or something similar. There will be days when I am not as prepared as I should be but I accept that in others as well. Having said that, and getting older, I am a big fan of playing it by ear, putting the overall sound over “but this is what he plays on the record”, winging it if I have to, and more and more, just having a good time. I have played in bands from very early on after I took up the guitar until I moved to Hamburg to study. While I even had my guitar with me in the US in 1998 it took until 2008 when a bunch of guys from my home town rejoined forces and started playing again, getting that rust off. We used to play every 6-8 weeks and even went for a whole year without rehearsal after our room got torn down and schedules didn’t match. And we were still missing a bass player. When we met again we basically had to start, had to relearn some of the arrangements but it wasn’t until another friend from old moved back to town when found a complete line-up. I moved to bass guitar for all but three songs and we finally had a full sonic spectrum. We cut some songs from BB-setlist (before bass), added some new ones and now, after about half a year with a steady flow of rehearsals we have something you might call a set. One hour-ish, depending on how fast we play and how much we talk.

With a full band we finally also had the time to tackle one of the songs that is brilliant but not easy, especially for the vocals. It is one of the tracks I still play guitar on and enjoy immensely. It has a boogie feeling to me, a knee bender if you ever saw Satriani perform Satch Boogie live you’ll understand. But it’s more of a shuffle too, great guitar riff, epic chorus. Our keyboarder wrote it and we used to play it in the mid-nineties. I was actually scheduled to play it on a recording but had to drop out because the date was a week after I had left for the US. I was a little bit heartbroken when I heard the song later (true story) – I was in great shape back then and I would have killed it.

Fast forward to 2012. We’re back at it and I am practicing. Not the 5 hours a day from when I was in school, but strategically and really practicing. While it is a groovy tune calling for a solo with feeling there is also a sixteenth triplets run that I play in unison with the keyboards. I practiced it slow. Real slow. Played around with the fingering, changed that about five times until it would sound not like shred but like a melody. Played it slowly w/o warm-up in the morning, after dinner with warmed-up fingers and a couple of times before I turned off the light. From a skills perspective I has them, I just need the practice. And I needed to play it great, no winging it this time.

When we rejoined last night I felt prepared. We rehearsed two new songs and all the work of the last six months paid off. We breezed through Huey Lewis’ Power of Love and took our time with Billy Jean, working on our own version. Afterwords came a couple of tunes we know by heart and which just groove. The fact that we didn’t have a mic for background vocals didn’t hurt the overall vibe too much which was good. At one point I said let’s play “the song” so I gave the bass guitar to my buddy, taking his guitar for a second. He plays an Ibanez (like I did years ago) but it hung too high, so I gave it back. He volunteered to make the strap longer and I tried it on, but I didn’t connect. Quite interesting. Tension was building up, happy tension, I didn’t want to take any chances. I wanted to give this my best shot. I wanted to milk the groove out of it. So I say thank you and that I feel quite comfortable with my block of wood (compared to his well set-up Ibanez with scalloped frets and ergonomic body, my Washburn N2 indeed looks somewhat like a brute). I don’t know much about the VOX amp they gave us this time, but what the hell, the sound is in the fingers.

So it begins. Short keyboard intro followed by the whole band playing the main riff. The high-hat and snare laying the beat, the bass drum the groove and a bass guitar pumping away. The verse builds slowly only to swell to full bloom, hinting at things to come. But not yet, first we play the main riff again. With a slight variation, the keyboarder and I looking at each other with knowing smiles. At that moment we love what we are doing. Verse again and into the chorus. After the chorus the run looms, then the solo. I feel like I’m in the zone. Bring it on, I can do it. But first the chorus. The guitar lays chords with restrained accents. The keyboard makes it epic, the vocals bring it home. We play the main riff again. No fear, no angst. We play the run. It flows. 8 sextuples. The keyboardist can play this in his sleep and I play it wide awake. Practice paid off. But I’m not done yet. I turn the final high note of the run into a bend and am high on adrenaline. I need to celebrate with just a couple of quick accents before I go down the fretboard and into some movements that kind of made sense when I practiced. Nothing fast or fancy, rather milking some bends and open string patterns. To open the second bar of “my” two bars I hit the G on the low E string with pick harmonics and bend it to the A – all the chunk you can have on an electric guitar. I make my way up the fretboard again looking for a final high bend and mess up the ending in a way because I want to keep on playing but haven’t told anybody. I don’t play the usual ending but stop the solo anyway, the adrenalin making way for a big smile. I catch some looks, thumbs up, all good.
We bring it home and I feel very happy.

As always with these things, there’s no recording. I explain the mess at the end of the solo and since we all had fun we decide to do it again, with a longer solo. And of course it doesn’t compare. I put pressure on myself to repeat and my fingers don’t connect to the strings as much as they should. The strings were cold during the first run, now the little residue that collected from playing bass for two hours settles on the guitar strings. Usually not a difference maker but I notice it and think about it. I also think about what I am going to two in the two extra solo bars. All this going on while we play the song. I’m in my head, not my soul and I feel like I am letting them down. They wanted to give me the chance to do it again, (you’re gonna come in with your guitar & you’re gonna play that nice, nice music you were telling me about) and it’s probably going to be fine, but not the magic from before, at least the magic I felt. So of course I mess up the end of the run and the solo is sort of ok but naturally I feel a bit down. The beauty is that I love playing this song so much that the minute and a half from the end of the solo to the end of the song lifts me up automatically. All I have to do is close my eyes, listen to the snare filling between the hi-hat, the bass guitar walking counterpoint to my funk in the verse, the vocals building up to the chorus, and the keyboard tying it all together.

Or maybe I just love making music with my friends so much.

 

Dinge passieren so oder so

Anfang Februar schrieb Julien Smith einen ziemlich langen Blogpost über Veränderung. Wenn man so will quasi ein Anleitung dazu, wie man einige Dinge in seinem Leben ändern kann. Endlich habe ich mal weiter als Punkt 1 gelesen und bin auf einen Faktor gestoßen, den aus meiner Sicht nicht genug Menschen praktizieren.

Deal with discomfort as it comes; don’t predict it.

Vorausplanung ist sicher wichtig, insbesondere im Bereich der Kommunikation. Aber das gefühlsseitige Abwägen (“was passiert wenn”) bei nicht planbaren Dingen wirkt oft lähmend, insbesondere weil wir es ja vorwiegend mit Menschen zu tun haben. (‘Steckste nicht drin’)

Man weiß ja nicht, was das Gegenüber gerade bewegt. Vielleicht ist heute morgen sein Auto nicht angesprungen, oder er hat sich schon einmal Kaffee über die Hose gegossen. Oder er hat gerade eine Gehaltserhöhung bekommen oder seine Kind eine 1 in Mathe geschrieben. Diese Dinge sind nicht planbar. Man kann die Dinge die man selbst beeinflussen kann so gut wie möglich abliefern – aber dann muss man auch loslassen, unbedingt. Je schneller einem das gelingt, desto mehr kriegt man geschafft…